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Ermittlungen laufen auf Hochtouren

© dapd

10.04.2013

Zwei tote Babys in Berlin Ermittlungen laufen auf Hochtouren

16 Hinweise nach erstem Fund in Neukölln.

Berlin – Nach dem Fund eines weiteren toten Babys innerhalb von vier Tagen laufen die Ermittlungen in Berlin auf Hochtouren. Bei dem am Dienstag im Stadtteil Hellersdorf entdeckten Kind handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um einen Jungen. Laut Obduktion lebte er bei der Geburt. Nähere Einzelheiten wurden nicht genannt. Erst vergangene Woche war eine Baby-Leiche in Neukölln entdeckt worden. In beiden Fällen wird wegen Mordes ermittelt.

Zur Todesursache und dem Zustand der Hellersdorfer Baby-Leiche wollte sich der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Mittwoch auf dapd-Anfrage aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern.

Eine Spaziergängerin hatte am Dienstagabend in einer Grünanlage in der Tangermünder Straße das tote Kind entdeckt und die Polizei gerufen. Nach Polizeiangaben steckte es in einer Tüte. Die Frau wurde darauf aufmerksam, weil ihr Hund nicht mehr von dem Fund abließ. Als sie nachschaute, entdeckte sie den Leichnam.

Kriminaltechniker hatten laut Polizei am Abend am Fundort mit der Spurensicherung begonnen. Um ihn vor Neugierigen abzuschirmen, sei ein Zelt aufgestellt worden. Außerdem wurde das Gelände ausgeleuchtet, um in der Dunkelheit arbeiten zu können. Medienberichte, wonach das Baby in ein großes, buntes Handtuch gewickelt war und in der Tüte noch Blut klebte, wollte Steltner nicht bestätigen.

Keine heiße Spur nach Fund von totem Baby in Neukölln

Am Freitag war ein totes Neugeborenes von Mitarbeitern einer Recyclingfirma in Neukölln entdeckt worden, die einen Altkleidercontainer leeren wollten. Das Baby war ebenfalls in einer Tüte verpackt. Nach Angaben Steltners handelt es sich bei der bereits stark verwesten Leiche um ein Mädchen. Die Herkunft des Babys ist laut Staatsanwaltschaft weiterhin unbekannt.

Zwei mittlerweile vorgenommene Obduktionen haben offenbar noch keine klaren Erkenntnisse zum Zeitpunkt des Todes und der Ursache gebracht. Nach Darstellung von Steltner gibt es „Ermittlungsansätze“. Es gebe eine Reihe von Hinweisen, die jetzt geprüft würden. Laut Polizei gingen bisher 16 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Eine heiße Spur sei aber nicht darunter.

Am Samstag hatte die Polizei die Bevölkerung um Hilfe gebeten. Der Container in der Wildenbruchstraße war zuletzt am 27. März geleert worden. Die Polizei fragte deshalb, wer zwischen dem 27. März, 8.00 Uhr, und dem 5. April, 11.40 Uhr, Verdächtiges beobachtet oder bemerkt habe. Hinweise werden weiterhin unter der Telefonnummer (030) 4664 – 911 888 entgegen genommen.

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