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Jürgen Prochnow: Zurück zu den Wurzeln

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20.01.2012

Theater Jürgen Prochnow: Zurück zu den Wurzeln

Prochnow mit “Der Seefahrer” auf Theaterbühne.

Goslar – Mit der Theaterproduktion “Der Seefahrer” ist der Schauspieler Jürgen Prochnow noch bis Ende Januar in deutschen Theatern zu sehen. Auf der Bühne zu stehen, sei für ihn “eine Rückkehr zu meinen Wurzeln, zum Theater, wofür ich ausgebildet bin”, sagte der 70-Jährige im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd in Goslar. Gerne würde er an den großen deutschen Theatern spielen. Wenn es ein Angebot gebe und der Text stimme, nähme er an, betonte Prochnow.

In dem Stück des irischen Autors Conor McPherson spielt er die Rolle des Sharky, der in einer Pokerrunde gegen den Teufel anspielen muss. Die Rolle habe er sich selber ausgesucht, sagte Prochnow. Das durch die Figur verkörperte menschliche Schicksal habe ihn “unheimlich interessiert und angespornt”. Sharky sei für ihn jemand, der versuche “etwas aus seinem Leben zu machen, aus der Situation auszubrechen, in der er sich befindet”, es aber nie schaffe, etwas auf die Beine zu stellen.

Er schätze am Theater vor allem die intensive Auseinandersetzung mit den Charakteren, sagte Prochnow. Man habe Zeit, “sich in eine Rolle zu versetzen, Entwürfe auch wieder fallen zulassen und andere Wege zu gehen”. Das sei beim Film unmöglich. Die Arbeit vor der Kamera sei “eigentlich so auf mich zugekommen”. Es habe nicht in seiner Absicht gelegen, Filmschauspieler zu werden, sagte Prochnow, der vor allem durch seine Rolle des “Alten” in “Das Boot” (1981) weltweit bekannt geworden ist.

Auf diese Arbeit mit Regisseur Wolfgang Petersen sei er auch “mächtig stolz”. Er habe da an einer Produktion mitwirken können, bei der “alles perfekt gewesen ist”, sagte Prochnow, der seit Jahrzehnten in Los Angeles lebt und inzwischen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen hat. “Ich habe mir gedacht, wenn ich drüben lebe und Steuern zahle, dann will ich da auch wählen können, mich auch irgendwie als Staatsbürger da aufführen.” Die deutsche Staatsbürgerschaft habe er aber behalten. “Ich bin in meinem Herzen natürlich Deutscher geblieben, und das ändert sich auch nicht mehr”, sagte Prochnow.

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