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Zukunft bleibt weiter ungewiss

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14.03.2012

Schlecker Zukunft bleibt weiter ungewiss

Gespräche ohne Ergebnisse vertagt – 3.120 Filialen sollen sicher erhalten bleiben.

Oberhof – Die Verhandlungen bis in den späten Abend hinein haben keinen Durchbruch gebracht: Die Zukunft der insolventen Drogeriekette Schlecker ist weiter offen. Die Beratungen am Dienstagabend im thüringischen Oberhof zwischen dem Insolvenzverwalter, Vertretern des Schlecker-Betriebsrates und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hätten keine konkreten Ergebnisse gebracht, sagten der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke nach dem Ende der Gespräche. Dies sei bei der komplexen Sachlage allerdings auch nicht zu erwarten gewesen, hieß es.

Sowohl Geiwitz als auch Franke bezeichneten die Gespräche als schwierig, aber konstruktiv. „Wir sind auf einem gutem Weg“, sagte Geiwitz. Beide Seiten müssten sich noch bewegen, aber er glaube, „dass am Ende des Tages eine Lösung möglich ist“. Beide Seiten arbeiteten unter enormen Zeitdruck, sagte Franke. Deshalb habe es während der Gespräche auch „die ein oder andere Gereiztheit“ gegeben, die das Klima zwischen den Verhandlungspartnern allerdings nicht nachhaltig beschädigt hätten.

Sanierungsbeitrag der Angestellten weiter strittig

Franke sagte nach den Verhandlungen, beim Thema Sozialplan sei eine Einigung zwischen den Verhandlungsparteien möglich. Das gleiche gelte im Prinzip zwar auch in der Frage, welchen Beitrag zur Sanierung von Schlecker die Belegschaft zu leisten bereit sind. Allerdings seien die verschiedenen Positionen in diesem Punkt noch deutlich auseinander.

Nach Angaben des ver.di-Mannes ist die Finanzierung einer geplanten Transfergesellschaft für die zu entlassenden Beschäftigten des Unternehmens ein weiteres zentrales Problemfeld, über das auch bei diesen Verhandlungen gesprochen worden sei. Sowohl Franke als auch Geiwitz forderten die Politik erneut auf, einen Weg zu finden, die Transfergesellschaft mit Staatsgeldern zu finanzieren. Am Wochenende hatte das Bundeswirtschaftsministerium es abgelehnt, die Gesellschaft mit Mitteln der staatlichen Förderbank KfW auszustatten.

33120 Filialen sollen sicher bleiben, 282 können noch hoffen

Indes wurde am Abend bekannt, wie viele der etwa 5.400-Schlecker-Filialen überleben sollen. „3.120 Filialen bleiben erhalten“, sagte Geiwitz am Rande der Gespräche. Bei weiteren 282 Verkaufsstellen würde noch einmal überprüft, ob sie geschlossen werden sollen oder erhalten bleiben könnten. Jene Filialen, die geschlossen werden sollen oder deren Aus noch einmal überprüft werde, hätten bereits entsprechende Fax-Mitteilungen erhalten.

In den kommenden Tagen sollen weitere Verhandlungsrunden zur Zukunft von Schlecker folgen. Die Zeit ist knapp: Sollen tausende Schlecker-Beschäftigte nicht in die Arbeitslosigkeit, sondern in eine Transfergesellschaft entlassen werden, muss diese bis zum Ende des Monat gegründet werden.

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