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Schweizer Franken

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15.01.2015

Abschaffung des Mindestkurses Franken-Freigabe sorgt für Wirbel an Finanzmärkten

„Es machte keinen Sinn, eine wirtschaftlich nicht nachhaltige Politik weiterzuführen.“

Zürich – Die überraschende Abschaffung des Mindestkurses von 1,20 Franken pro Euro durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat für Wirbel an den Finanzmärkten gesorgt. Der eidgenössische Leitindex SMI brach zeitweise um über 13 Prozent ein, während die Gemeinschaftswährung zeitweise um mehr als 28 Prozent auf 0,86 Franken fiel.

Auch der DAX lag zwischenzeitlich mit 1,8 Prozent im Minus, ehe er sich erholte und um kurz nach 15:00 Uhr wieder oberhalb der Marke von 10.000 Punkten notierte. Der Goldpreis profitierte ebenfalls vom Schritt der SNB und kletterte auf über 1.070 Euro je Feinunze, während der Ölpreis um über zwei Prozent zulegen konnte und oberhalb von 42,70 Euro je Fass lag.

Die Schweizer Notenbank hatte den Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro am Donnerstag überraschend aufgehoben. „Es machte keinen Sinn, eine wirtschaftlich nicht nachhaltige Politik weiterzuführen“, sagte SNB-Präsident Thomas Jordan in Zürich.

Der Mindestkurs sei in einer Zeit der massiven Überbewertung des Frankens und größter Verunsicherung an den Finanzmärkten eingeführt worden, teilte die SNB mit. Die „außerordentliche und temporäre Maßnahme“ habe die eidgenössische Wirtschaft vor schwerem Schaden bewahrt.

Zugleich senkte die SNB den Zins für Guthaben auf den Girokonten, die einen bestimmten Freibetrag übersteigen, um 0,5 Prozentpunkte auf minus 0,75 Prozent.

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