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07.08.2010

Zivildienstleistende in Deutschland ersetzbar

Berlin – Eine Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes wird die soziale Infrastruktur in Deutschland nicht beeinträchtigen. Zu dieser Einschätzung kommt nach Auskunft vom „Spiegel“ die Zentralstelle für Kriegsdienstverweigerer in einer Stellungnahme für das Bundesfamilienministerium. In den meisten Arbeitsbereichen lasse sich der Wegfall „angemessen kompensieren“. Derzeit seien nur knapp 40.000 Zivis im Dienst, 1999 habe die Zahl noch bei über 145.000 gelegen. Heute machten die Zivis nur noch gut ein Prozent der Beschäftigten in den Einsatzbereichen aus.

Überschätzt wird nach Meinung des Geschäftsführers der Zentralstelle auch der volkswirtschaftliche Nutzen des Dienstes. Würden von den bisher für den Zivildienst vorgesehenen 567 Millionen Euro im Bundeshaushalt nur 170 Millionen an die Bundesagentur für Arbeit gegeben, könnten damit 15.000 Ersatzarbeitskräfte bei gemeinwohlorientierten Einrichtungen in Pflegehilfe und Betreuungsdiensten finanziert werden, die bisher Zivis beschäftigen.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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