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Zidan vor emotionaler Rückkehr nach Dortmund

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29.02.2012

FSV Mainz 05 Zidan vor emotionaler Rückkehr nach Dortmund

Mainzer Torjäger freut sich auf Wiedersehen mit ehemaligen BVB-Kollegen.

Mainz – Vor dem Auftritt beim Deutschen Meister hat er ganz schön Bammel. Nicht wegen der sportlichen Aufgabe, sondern aufgrund der emotionalen Herausforderung. „Wenn der Moment kommt, dann wird es wirklich schwer“, weiß Mohamed Zidan. Der Fußballprofi in Diensten des FSV Mainz 05, der bis vor sechs Wochen dreieinhalb Jahre Angestellter von Borussia Dortmund war, wird vor dem Spiel am Samstag (18.30 Uhr) vor der Südtribüne im mit 80.000 Zuschauern ausverkauften Stadion der Westfalen von seinem alten Arbeitgeber offiziell verabschiedet. Zidan gibt zu: „Ein komisches Gefühl, aber ich freue mich riesig.“

Zidans Luxuskarosse trägt weiterhin das Kennzeichen „DO – MO“, seine Wohnung in Dortmund hat er immer noch nicht aufgelöst, mit BVB-Trainer Jürgen Klopp und den Spielern Sebastian Kehl und Patrick Owomoyela hält er regelmäßig Kontakt. Kurzum, er sei „immer noch verwurzelt“. Aber die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte ist trotzdem keine wirkliche Heimkehr. Zuhause fühlt sich Zidan nämlich bei den Nullfünfern, mit ganzem Herzen und all seinen Gedanken sei er in Mainz, bekennt er. Und auch mit all seiner Schaffenskraft: In vier Rückrundenspielen für seinen Lieblingsverein, bei dem er zum dritten Mal einen Vertrag unterschrieben hat, schoss er vier Tore.

Am Wochenende hat Zidan von Klopp eine SMS erhalten, in der der ehemalige Mainzer Trainer ihm zu seinen Treffern gratulierte und ihn aus Spaß darum bat, seine tolle Serie in Dortmund doch zu unterbrechen. Bei aller Freundschaft: Den Wunsch will der ägyptische Nationalspieler seinem sportlichen Ziehvater möglichst denn doch nicht erfüllen. „Wenn ich den Ball in einer Abschlussposition erhalte, werde ich meinen Job machen“, sagt Zidan. Aber er verspricht, danach seine Gefühle im Zaum zu halten: „Um meinen Respekt dem Verein, den Kollegen, Klopp und den Fans gegenüber zu zeigen, werde ich dann nicht groß jubeln.“

Trotz aller Professionalität wird es also kein Spiel wie jedes andere für den Fußballer, der die Nestwärme braucht wie kaum ein zweiter Profi. „Das Spiel ist etwas Besonderes“, sagt Zidan. Er hätte Dortmund ja auch nie verlassen, wenn da nicht das Angebot aus Mainz gewesen wäre. Es sei glücklich, dass die Borussen seinem Wechselwunsch zustimmten. Von einer „Revanche“ könne daher keine Rede sein. „Ich muss niemanden etwas beweisen“, sagt Zidan, der seinen alten Kollegen die Daumen drückt, dass sie ihren Titel erfolgreich verteidigen. „Ich wünsche es ihnen von ganzem Herzen.“

Mit so einer innigen Anteilnahme darf nicht jeder rechnen. Nach dem 4:0-Derbysieg am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern soll Zidan in der Kurve mit den Mainzer Fans gefeiert und dabei zusammen mit den Anhängern „Scheiß Kaiserslautern“ gebrüllt haben. Wegen des Vorfalls hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ermittlungen aufgenommen und von Zidan eine schriftliche Stellungnahme eingefordert. Dem Mainzer Hinterhofsänger droht nun eine Geldstrafe.

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