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Dieter Graumann

© Michael Thaidigsmann / CC BY-SA 4.0

14.11.2014

Zentralrat Juden-Anfrage der „Rechten“ ist „perfider Antisemitismus“

„Von dieser Anfrage bis zur Wiedereinführung des Judensterns ist der Weg nicht weit.“

Dortmund – Eine Anfrage eines Ratsvertreters der Partei „Die Rechte“ im Dortmunder Rat, in der darum gebeten wird, die Juden in Dortmund und in einzelnen Stadtbezirken zählen zu lassen, löst in Nordrhein-Westfalen und im Bund Entsetzen aus.

„Jeder müsste doch die wahre Motivation dieser durch und durch scheinheiligen Anfrage erkennen können: Abscheulicher und perfider Antisemitismus“, sagte der Präsident des Zentralrates der Juden, Dieter Graumann, der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Samstagsausgabe). Dass Neonazis wissen wollten, wo und wie viele Juden in der Stadt lebten, erinnert Graumann „an schlimmste Zeiten“.

„Diese Vorfälle zeigen wieder einmal, dass Rechtsextreme nichts in unseren Parlamenten zu suchen haben. Sie gehören verachtet und verboten. Ich hoffe, dass die demokratischen Parteien in Dortmund alles dafür tun werden, um einem solch widerwärtigen Menschenhass in ihren Reihen keinen Platz zu geben.“

Der NRW-Landesvorsitzende der Grünen, Sven Lehmann, sagte der Zeitung: „Von dieser Anfrage bis zur Wiedereinführung des Judensterns ist der Weg nicht weit.“

Die Zahl der Juden in Dortmund, heißt es in der Anfrage der „Rechten“, sei „für die politische Arbeit“ der Partei relevant.

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