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20.09.2011

Zeitung: Teldafax-Pleite war den Behörden frühzeitig bekannt

Troisdorf – Die Pleite des Stromanbieters Teldafax war nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ den Behörden frühzeitig bekannt. Dass Teldafax bereits vor zwei Jahren so gut wie pleite war, werde demnach durch den Entwurf eines internen Prüfberichts im Hauptzollamt Düsseldorf vom 25. September 2009 belegt, so die Zeitung.

Weil der Stromanbieter den Finanzbehörden damals 28,3 Millionen Euro schuldete, sei Teldafax vom Hauptzollamt Düsseldorf, das dem Bundesfinanzministerium unterstellt ist, untersucht worden. Die Behörde sei dabei zu alarmierenden Ergebnissen gekommen, hieß es. Dem Prüfbericht zufolge soll das Unternehmen so gut wie kein Vermögen und keine Perspektive gehabt haben und bereits „bilanziell überschuldet“ gewesen sein. Teldafax finanzierte die laufenden Kosten demnach mit den Vorauszahlungen der Kunden, was wie ein Schnellballsystem wirkte, das auf Dauer nicht habe funktionieren können. Den Kunden schuldete der Stromanbieter den Angaben zufolge bereits 44 Millionen Euro. Mehrere Maßnahmen, mit denen Teldafax die Notlage beseitigen wollte, seien „nicht realisiert“, notierte das Hauptzollamt.

Die Verbraucher wurden darüber aber nicht informiert, so dass Teldafax weiter in großem Stil Kunden akquirieren konnte. Als der Stromanbieter dann im Juni 2011 Insolvenz anmeldete, verloren die 750.000 Kunden und weitere Gläubiger laut Einschätzung der Gläubigerschutzvereinigung Deutschland eine halbe Milliarde Euro.

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