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14.11.2010

Zeitung Rürup verteidigt Rente mit 67

Berlin – Der ehemalige Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Bert Rürup, hat vor negativen Folgen für die Konjunkturentwicklung gewarnt, falls die geplante Heraufsetzung des Renteneintrittsalters gekippt würde.

„Ein Verzicht auf die mit der Rente mit 67 verbundene längere Lebensarbeitszeit hätte jährliche Wachstumsverluste von bis zu 0,3 Prozent zur Folge“, sagte Rürup der „Saarbrücker Zeitung“. Die Rente mit 67 werde erst ab 2029 voll wirksam und nicht schon 2012, erläuterte Rürup. „Deshalb ist es wenig seriös, aus einer aktuellen Blitzlichtaufnahme des Arbeitsmarktes ein negatives Szenarium für die zukünftige Entwicklung abzuleiten“, meinte er im Hinblick auf jüngste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Aus demografischen Gründen würden in den nächsten Jahrzehnten jährlich bis zu 150 000 ältere Arbeitnehmer mehr aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden, als jüngere nachrückten. „Dies wird auf jeden Fall die Beschäftigungschancen der Älteren verbessern“, sagte Rürup. Eine nach ihm benannte Expertenkommission hatte bereits vor sieben Jahren eine Anhebung des Renteneintrittsalters um zwei Jahre empfohlen. Ein entsprechendes Gesetz war dann von der großen Koalition im Jahr 2007 beschlossen worden.

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