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Zeichen im Saarland stehen auf Rot-Schwarz

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26.01.2012

Umfrage Zeichen im Saarland stehen auf Rot-Schwarz

Umfrage sieht SPD klar vor der CDU – Maas im direkten Vergleich vor Kramp-Karrenbauer.

Mainz/Saarbrücken – Im Saarland stehen die Zeichen auf große Koalition unter einem SPD-Ministerpräsidenten Heiko Maas. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten aktuellen ZDF-Politbarometer hervor. Allerdings wäre auch eine rot-rote Koalition möglich.

Wenn am bereits an diesem Sonntag gewählt würde, könnte die regierende CDU demnach mit 34 Prozent der Stimmen rechnen, vier Punkte weniger als die SPD, die auf 38 Prozent käme. Im Vergleich zum Ergebnis der Landtagswahl 2009 könnten die Sozialdemokraten damit satte 13,5 Prozentpunkte hinzugewinnen, während die CDU einen halben Prozentpunkt einbüßen würde.

Auch im direkten Vergleich zwischen CDU-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und SPD-Chef Maas haben die Sozialdemokraten die Nase vorn. Auf die Frage nach ihrem Wunschkandidaten für das Amt des Regierungschefs entschieden sich 43 Prozent der befragten Saarländer für Maas, 40 Prozent für Kramp-Karrenbauer.

Von den übrigen derzeit im Landtag vertretenen Parteien können einzig die Grünen mit voraussichtlich sechs Prozent der Stimmen ihr Wahlergebnis von 2009 halten. Die Linkspartei hingegen wäre mit 13 Prozent der Stimmen zwar weiterhin drittstärkste Kraft im Parlament, würde gegenüber der Wahl 2009 aber mehr als acht Prozentpunkte verlieren.

Die FDP, deren Personalquerelen für das Scheitern der Jamaika-Koalition gesorgt hatten, würden zufolge ebenfalls mehr als sieben Prozentpunkte einbüßen. Die Liberalen kommen der Umfrage zufolge auf gerade mal noch zwei Prozent und haben damit schlechte Aussichten, wieder in den Landtag einziehen. Stattdessen könnte die Piratenpartei mit fünf Prozent der Stimmen nach dem Berliner Abgeordnetenhaus in Saarbrücken ihr zweites Landesparlament entern.

Rechnerisch betrachtet wäre damit neben einer großen Koalition auch ein rot-rotes Bündnis möglich. Allerdings würden nur 20 Prozent der befragten Saarländer dies gut finden, aber 63 Prozent schlecht. Die Zustimmung für Rot-Rot wäre damit sogar geringer als für eine – rechnerisch gar nicht mögliche – rot-grüne Koalition (27 Prozent).

Dagegen trifft die von Maas und Kramp-Karrenbauer avisierte große Koalition bei der Mehrheit der Saarländer offensichtlich auf Zustimmung – wobei auch hier die SPD die Nase vorn hat: 35 Prozent würden ein solches Bündnis unter Führung der CDU befürworten, 39 Prozent würden lieber die SPD als größeren der beiden Partner sehen. Auffällig ist dabei, dass zwar 80 Prozent der CDU-Anhänger eine von der CDU-geführte große Koalition als gut bewerten, aber nur 65 Prozent der SPD-Anhänger eine große Koalition unter Führung der SPD.

Prinzipiell finden es die Saarländer im Übrigen richtig, dass nach dem Bruch der Jamaika-Koalition schon jetzt neu gewählt wird und nicht erst 2014. 71 Prozent der Befragten befürworteten den Angaben zufolge die Entscheidung für Neuwahlen und zwar quer durch alle Parteianhängergruppen.

Für das Politbarometer hat die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von 23. bis zum 25. Januar 2012 insgesamt 1.039 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte im Saarland telefonisch befragt.

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