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Streit über Rangliste für Berufsabschlüsse beigelegt

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31.01.2012

Ausbildung Streit über Rangliste für Berufsabschlüsse beigelegt

Bund, Länder und Sozialpartner vereinbaren Kompromiss.

Berlin – Der zähe Streit über eine einheitliche Rangliste für Schul- und Berufsabschlüsse ist vorerst beigelegt. Bund, Länder und Sozialpartner vereinbarten am Dienstag einen Kompromiss. Danach werden die allgemeinbildenden Schulabschlüsse vorerst aus der Skala herausgehalten – so wie es Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) vergangene Woche angeregt hatte. Zu der Einigung gehört auch, dass der Bachelor-Abschluss dem Handwerks-Meister gleichgestellt wird.

Schavan sprach von einem “wichtigen Schritt auf dem Weg zum Bildungsraum Europa”. Nun stehe der Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR), also einer Rangliste für Berufs- und Studienabschlüsse, nichts mehr im Weg.

Die achtstufige Skala soll helfen, Abschlüsse über Grenzen hinweg besser vergleichen zu können. Ziel ist es, die Mobilität von Arbeitnehmern in der EU zu fördern. Jahrelang wurde sortiert, was auf welche Stufe gehört.

Beschlossen ist nun, dass zweijährige berufliche Erstausbildungen auf Niveau 3 eingestuft werden, und drei- und dreieinhalbjährige Erstausbildungen auf Niveau 4. Auf Niveau 6 finden sich die Abschlüsse Bachelor und der deutsche Handwerks-Meister.

Schavan betonte, die hochschulische Bildung und die berufliche Bildung seien gleichwertig. Die Entscheidung, Meister und Techniker dem gleichen Niveau zuzuordnen wie den Bachelor, werde die größte Wirkung haben. “Denn damit wird deutlich: In Deutschland hat jeder die Chance zum Aufstieg – über den akademischen Weg genauso wie über den Weg der beruflichen Bildung.”

Ursprünglich wollten die Kultusminister der Länder das Abitur besserstellen als eine Berufsausbildung. Die Bundesregierung, die Wirtschaftsminister der Länder, Verbände und das Handwerk wollen das weiterhin nicht. Dieser Streit wurde offensichtlich nur vertagt.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock erklärte, die Einigung werde das deutsche System der beruflichen Bildung stärken. “Es ist jetzt möglich die höchste Stufe zu erreichen, ohne jemals die Hochschule auch nur einen Tag von innen gesehen zu haben.”

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