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Eine Boje im Meer

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05.12.2013

"Xaver" Norddeutschland bereitet sich auf Sturmflut vor

Möglicherweise schlimmste Sturmflut seit 1962 erwartet.

Hamburg – Norddeutschland bereitet sich auf die möglicherweise schlimmste Sturmflut seit 1962 vor. Ab spätestens etwa 10 Uhr am Donnerstagvormittag gelten entlang der Nordseeküste sowohl beim Deutschen Wetterdienst als auch beim privaten Wetterdienst Meteomedia die höchsten Unwetterwarnstufen. Für manche Inseln hat Meteomedia bereits für 7 Uhr die Warnstufe „Violett“ ausgerufen, demnach drohen bis Samstagmorgen Orkanböen mit lokal über 150 Stundenkilometern.

Der Deutsche Wetterdienst geht von ähnlichen Werten aus und warnte, dass schwere Schäden an Gebäuden möglich seien. Bäume könnten entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Der Aufenthalt im Freien sollte generell vermieden, Fahrzeuge nach Möglichkeit in die Garage gestellt werden.

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass es abhängig von den Auswirkungen des Sturmes Zugeinstellungen geben könnte. In Hamburg bleibt der Dom wegen Orkantief „Xaver“ aus Sicherheitsgründen am Donnerstag geschlossen und die Weihnachtsmärkte schließen um spätestens 15 Uhr. Bis zu einer Linie Münster-Berlin muss noch mit orkanartigen Böen bzw. schweren Sturmböen gerechnet werden.

Im Süden kommt es in den Niederungen voraussichtlich „lediglich“ zu stürmischen Böen bzw. Sturmböen, teilte der DWD weiter mit. In den Hochlagen könne es allerdings auch zu schweren Sturmböen, auf den Kamm- und Gipfellagen zu Orkanböen kommen. Der Höhepunkt des Orkans wird im Bereich der Nordseeküste am Donnerstagabend, an der Ostsee in der Nacht zum Freitag bzw. Freitagfrüh erwartet. Danach werde die Windstärke langsam aber stetig zurückgehen.

In der Nacht zum Samstag können zwar in exponierten Lagen der östlichen Landesteile noch orkanartige Böen auftreten, sonst muss weiterhin mit Sturmböen gerechnet werden. Im Westen und Südwesten werden hingegen nicht mal mehr Windböen erwartet.

Eine fast schon kuriose Auswirkung hat „Xaver“ auf die Energiepreise. Weil Experten davon ausgehen, dass deutsche Windturbinen durch das Orkantief in den kommenden Tagen drei- bis viermal so viel Elektrizität produzieren wie normalerweise, sind die Strompreise stark gesunken.

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