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Werder Bremen: Wütender Allofs droht mit Konsequenzen

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18.01.2012

Krise Werder Bremen: Wütender Allofs droht mit Konsequenzen

Bremen unterliegt Rostock im Testspiel – Unruhe vor dem Rückrundenstart – Wagner will weg.

Bremen – Auf der offiziellen Vereins-Webseite wurde am Mittwoch die Floskel von der “misslungenen Generalprobe” bemüht, auf die ein “gelungener Rückrundenstart” folge. Was auch sonst? Tatsächlich waren Trainer Thomas Schaaf und Klubchef Klaus Allofs nach der 0:3 (0:2)-Niederlage am Dienstag im letzten Testspiel gegen den abstiegsgefährdeten Zweitligisten Hansa Rostock mehr als bedient. “Das wird für die nächsten Tage Konsequenzen nach sich ziehen. Einige Spieler werden dann klarer sehen, wo sie stehen”, kündigte Allofs unmissverständlich an.

Am Samstag um 18.30 Uhr starten die Norddeutschen beim 1. FC Kaiserslautern in die Rückrunde, in der mindestens die Qualifikation für die Europa League herausspringen muss, wenn der Kader einigermaßen zusammengehalten werden soll. “So können wir am Samstag nicht spielen”, sagte Trainer Thomas Schaaf. Das meinte er im besten Doppelsinn: Einstellung und Personal müssen sich gründlich ändern.

Im ehemaligen Ostseestadion liefen Dienstagabend überwiegend Spieler aus der zweiten Reihe auf – und vergaben ihre Chance, sich zu präsentieren, kläglich. Die Personalprobleme machen Schaaf damit noch größere Sorgen. Naldo, Aaron Hunt, Marko Marin und Claudio Pizarro sind für Kaiserslautern unwahrscheinlich, die grippekranken Philipp Bargfrede, Marco Arnautovic und Clemens Fritz sollten es schaffen. “Es werden Samstag noch einige zu uns stoßen, jedoch nicht alle”, sagte Schaaf.

Schlimmer noch: Stürmer Sandro Wagner äußerte in der “Bild”-Zeitung nun unverblümt Abwanderungsgelüste: “Ich muss spielen. Ich will nichts Schlechtes über Werder sagen, aber ich will nicht mehr auf der Bank sitzen. Wenn etwas Gutes kommt, würde ich gerne gehen”, erklärte Wagner weiter.

Dass “etwas kommt”, scheint zweifelhaft, Am Dienstag wurde er nach der ersten Halbzeit ausgewechselt und durch einen 18 Jahre alten Spieler namens Niklas Füllkrug ersetzt. Wagner, U21-Europameister von 2009, gehört offenbar zu der Kategorie Spieler, wo die eigene Wahrnehmung nur selten mit der des Trainers übereinstimmt.

Auch der Brasilianer Wesley nutzte seine Möglichkeit in Rostock nicht. Sokratis, Sebsatian Boehnisch, Mehmet Ekici und Markus Rosenberg standen auf dem Platz – alles teure Spieler mit Startelf-Anspruch. “Die Spieler haben immer ein großes Anspruchsdenken, aber dann bestreiten wir solche Spiele. Hier konnte man sich Selbstvertrauen und Sicherheit holen, aber schauen sie in die Gesichter, da kann ich natürlich nichts davon erkennen”, erklärte Allofs.

Gerade erst hatte Allofs mühsam im Trainingslager in Belek Naldo wieder auf Spur gebracht. Der Brasilianer hatte vernehmlich mit einem Angebot aus seinem Heimatland kokettiert. Jetzt fühlt er sich in der “Sport Bild” missverstanden: “Ich habe nie gesagt, dass ich wegwollte. Ich habe lediglich gesagt, dass mich das Angebot interessiert.” Ach so.

Die Unruhe bei den Grün-Weißen wird also bleiben, spätestens bis zum 31. Januar, wenn der Transfermarkt schließt. Abgänge aus der Hansestadt sind wahrscheinlich. “In Rostock haben einige Spieler nicht zeigen können, dass sie in unserem Kader eine bedeutende Rolle spielen wollen”, erklärte Allofs: “Darüber machen wir uns Gedanken.”

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