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Christian Wulff

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11.09.2015

Wulff Lage der Journalisten in Deutschland ist bedrückend

„Vielleicht hätte die Politik früher mehr Solidarität artikulieren sollen.“

Berlin – Alt-Bundespräsident Christian Wulff hat sich besorgt über die Zukunft der Medien in Deutschland gezeigt. In einem in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe) erscheinenden Interview mit dem Publizisten Manfred Bissinger sagte Wulff, „wegbrechende Werbeeinnahmen, Konzentrationsprozesse, die Digitalisierung und dass heute einfach jeder im Netz einen Blog aufmachen und sich zum Journalisten erklären kann, das stellt den Journalismus vor große Herausforderungen“.

Hinzu kämen härtere Arbeitsbedingungen, immer weniger Kolleginnen und Kollegen, die dazu immer schneller produzieren. Er sei überzeugt, dass viele Journalisten in Sorge um ihre berufliche Zukunft seien, erklärte Wulff. Er rief dazu auf, eine offensive Debatte über Qualitäts-Journalismus zu führen: „Er muss uns etwas wert sein.“ Die Lage der Journalisten sei bedrückend.

„Vielleicht hätte die Politik früher mehr Solidarität artikulieren sollen, auch gegenüber den Verlagshäusern, die ihre Erfolge heute doch eher mit Partnervermittlung als mit redaktionellen Inhalten erzielen“, warb der Christdemokrat für eine größere Wertschätzung der privaten deutschen Medienlandschaft bei politischen Entscheidern.

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