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Wolfsburg bremst Glabacher Himmelsstürmer

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04.02.2012

1. Bundesliga Wolfsburg bremst Glabacher Himmelsstürmer

0:0 im “Kühlschrank” VW-Arena – Drei Tore wegen Abseits nicht gegeben.

Wolfsburg – Die Himmelsstürmer von Borussia Mönchengladbach sind im Wolfsburger “Kühlschrank” ins Trudeln geraten. Beim VfL Wolfsburg kam das in der Rückrunde der Fußball-Bundesliga bis dato zweimal siegreiche Team von Lucien Favre nur zu einem 0:0. Dadurch büßte Gladbach im Kampf um die Meisterschaft zwei wichtige Punkte auf die Konkurrenz ein.

Trotz arktischer Temperaturen von Minus elf Grad waren 30.000 Zuschauer in die VW-Arena geströmt – ein Großteil davon ging wohl fest von einem Wolfsburger Sieg aus. Denn der Meister von 2009 hatte in der Bundesliga gegen Lieblingsgegner Gladbach bereits 14 Siege gefeiert und damit so viel, wie gegen kein anderes Team.

Magath stellt Rekord auf

Im Duell zwischen dem Meister von 2009 und der Überraschungsmannschaft der Liga trafen auch zwei verschiedene Philosophien aufeinander. Beide Teams kämpften in der letzten Saison gegen den Abstieg. Doch während Gladbach mit nahezu unveränderter Mannschaft um den Einzug in die Champions League spielt, ist der mit 20 Neuzugängen verstärkte VfL weit vom internationalen Geschäft entfernt.

Felix Magath ließ es sich auch gegen Gladbach nicht nehmen, mit seiner Aufstellung zu überraschen. Die Abwehr ließ der 58-Jährige gegen das wohl konterstärkste Team der Liga unverändert, dafür musste Torjäger Mario Mandzukic Youngster Sebastian Polter weichen.

Auf der rechten Außenbahn gab Ibrahim Sissoko sein Bundesliga-Debüt. Mit der Aufstellung des Ivorers schrieb Magath Bundesliga-Geschichte, Sissoko war der 36. Spieler, der in dieser Saison für den VfL zum Einsatz kam. Ein derartig hohes Personalaufkommen hatte in der 48-jährigen Geschichte der Liga noch kein Verein. Magath übertrumpfte damit natürlich nur seine eigene Bestmarke. In der Saison 2000/01 hatte er bei Eintracht Frankfurt 35 Spielern Einsatzzeit verschafft.

Magaths Amtskollege Lucien Favre, dessen Kader gerade einmal 24 Spieler umfasst, baute sein Team auf zwei Positionen um. Roel Brouwers und Kapitän Filip Daems rückten wieder in die Viererkette, nachdem sie beim 3:0 in Stuttgart verletzt gefehlt hatten.

Drei Tore – dreimal Abseits

Nach drei Siegen in Serie bestimmte Gladbach auch in Wolfsburg das Spiel. Das Team vom Niederrhein agierte ballsicherer, kreativer und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Durch Brouwers (31.) und Mike Hanke (36.) trafen die Gäste auch das Tor – in beiden Fällen entschied der Unparteiische allerdings auf Abseits. Weitere Großchancen erspielte sich vor der Halbzeit keine Mannschaft.

Wolfsburg kam mit Mandzukic für den schwachen Sissoko und deutlich mehr Mut aus der Kabine. Folglich hatten Felipe Lopes (53.) per Kopf und Josue (56.) mit einem sehenswerten Schuss die beiden ersten großen Möglichkeiten. Selbst ein Tor gelang Wolfsburg durch den eingewechselt Giovanni Sio (65.) – es war allerdings Abseits.

Gladbach verließ sich über weite Strecken der zweiten Halbzeit fast ausschließlich auf sein Konterspiel und hätte durch Nationalspieler Marco Reus (69.) in Führung gehen müssen. Stattdessen drängte Wolfsburg auf die Entscheidung, doch letztlich rettete Gladbach dank einer starken Abwehrleistung einen Punkt.

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