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09.11.2015

WM-Affäre DFB-Vize Frymuth betroffen über Rücktritt von Niersbach

„Er hat sich in seinem Charakter in all den Jahren nicht verändert.“

Frankfurt – DFB-Vizepräsident Peter Frymuth hat sich betroffen über den Rücktritt des DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach gezeigt. „Die Übernahme der politischen Verantwortung beinhaltet auch Dinge, für die er nachweislich nichts kann“, sagte Frymuth der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe). „Mit Niersbach verliert der DFB einen Spitzenfunktionär mit unheimlich hoher Fachkompetenz und großer Menschlichkeit. Er hat sich in seinem Charakter in all den Jahren nicht verändert.“

Frymuth betonte, durch den Rücktritt von Niersbach seien die Ermittlungen rund um die WM 2006 keineswegs beendet. „Wir werden aufklären, was es aufzuklären gibt. Nichts wird unter den Teppich gekehrt.“

Bundestrainer Joachim Löw erklärte, er sei „überrascht und sehr traurig“ über Niersbachs Rücktritt.

Niersbach hatte zuvor erklärt, im Zuge der WM-Affäre ziehe er „die politische Konsequenz“. Er betonte, er habe „immer sauber, vertrauensvoll und korrekt“ gearbeitet und habe sich „persönlich absolut nichts vorzuwerfen“. Er habe über die Hintergründe der umstrittenen 6,7-Millionen-Euro-Zahlung im Vorfeld der Fußball-WM 2006 „keinerlei Kenntnis“ gehabt.

Die Amtsgeschäfte beim DFB übernehmen bis auf Weiteres die bisherigen Vizepräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch.

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