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Mehr Mittel und Partnerschaften für Straßenbau

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19.01.2012

VDA-Präsident Mehr Mittel und Partnerschaften für Straßenbau

Bedenken gegenüber Pkw-Maut – VDA-Präsident warnt vor Verteufelung von Premiumfahrzeugen.

Stuttgart – Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, fordert von der Politik mehr Anstrengungen zum Ausbau des Straßennetzes. “Ich kann nicht verstehen, warum es nicht im Kampf der Ressorts gelingt, ein oder zwei Milliarden Euro frei zu machen”, sagte Wissmann am Donnerstag beim Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart.

Zudem sei es notwendig, den Einsatz der Mittel zu dezentralisieren. “Würden die Länder mehr Freiheit haben zu gestalten, würde ein Wettbewerb entstehen um den effizienten Einsatz von Mitteln”, sagte Wissmann. Wenn gleichzeitig mehr Straßenprojekte in Partnerschaft mit Privaten angestoßen würden, komme der Ausbau schon voran.

In dem Zusammenhang zeigte er Unverständnis für die Ankündigung der grün-roten baden-württembergischen Landesregierung, angesichts knapper Mittel künftig schwerpunktmäßig bestehende Straßen zu erhalten und zu sanieren, statt neue zu bauen. “Den Landesstraßenbau ganz einzustellen, wäre ein schwerer Fehler”, sagte Wissmann. Auch in dem Bereich sei es dringend notwendig, etwas zu tun.

Bedenken äußerte der VDA-Präsident auch gegenüber einer Pkw-Maut. “Beim Thema Maut müssen wir ganz genau hinschauen, ob es eine Veranstaltung zugunsten der Infrastruktur und der Verkehrsteilnehmer ist, oder nur zur Füllung der Kassen dienen soll.” Wenn überhaupt mache in einer modernen Gesellschaft nur ein elektronisches Maut-System Sinn. Dann ergebe sich allerdings ein großes Problem mit dem Datenschutz, für das es noch keine befriedigende Lösung gebe.

Im weltweiten Wettbewerb um Mobilitätslösungen bescheinigte er der deutschen Industrie beste Erfolgsaussichten. Die deutschen Autobauer hätten auch in der Krise weiterhin in Forschung und Entwicklung investiert. Das zahle sich jetzt aus. “Sie kommen ständig mit neuen spannenden Modellen heraus und gewinnen in allen Weltteilen Marktanteile”, sagte Wissmann.

Welche Technologie sich durchsetzt, sei noch nicht abzusehen. “Beim Wirkungsgrad der Batterie sind wir noch lange nicht dort, wo wir hinkommen müssten”, sagte er. Mindestens eine Verdreifachung sei nötig, um mit dem Verbrennungsmotor vergleichbar zu sein. Bei dem seien bis 2020 noch weitere 20 Prozent Effizienzsteigerung drin.

Deswegen warnte Wissmann davor, große und teure Premiumfahrzeuge als Dreckschleudern oder Luxusschlitten zu verteufeln. Die Hälfte der Jobs in der deutschen Autoindustrie hinge mit der Produktion von Premiumfahrzeugen zusammen. “Ohne Premium wird es in den nächsten 20 bis 25 Jahren keine sehr große Zahl an Arbeitsplätzen in der deutschen Automobilindustrie geben”, fügte er hinzu.

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