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22.03.2014

Wirtschaftsverbände Rente mit 63 verschärft Fachkräftemangel

„Wir verlieren die besten Leute.“

Berlin – Die abschlagsfreie Rente mit 63 wird nach Einschätzung von Wirtschaftsverbänden den Fachkräftemangel spürbar verschärfen. „Für viele Unternehmen kommt die Rente mit 63 schon in diesem Jahr plötzlich und unerwartet“, sagte der Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Alexander Gunkel, dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Der Präsident des Verbands „Die Familienunternehmer ASU“, Lutz Goebel, beklagte: „Wir verlieren die besten Leute. Das ist vor dem Hintergrund unserer Demographie schlichtweg Wahnsinn.“

Allein in der Metall- und Elektroindustrie (M+E) hat sich „Focus“ zufolge der Anteil der Generation 60plus im Vergleich zum Jahr 2000 um 152 Prozent erhöht. Nun dürften nach Schätzungen von Gesamtmetall 45.000 Arbeitnehmer die Pläne zur Sofort-Rente annehmen. In den Folgejahren kämen in dieser Branche jeweils 13.000 Beschäftigte dazu.

Der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, Brun-Hagen Hennerkes, kritisierte: „Die Unternehmen haben sich auf die älteren Arbeitnehmer eingestellt, jetzt lockt die Große Koalition sie in den vorzeitigen Ruhestand.“

Der Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Klaus Zimmermann, sagte „Focus“: „Wer nicht unbezahlbar hohe Beiträge oder drastisch gekürzte Renten will, muss das Volk auf das einzige Mittel einschwören, das wirklich hilft. Und das ist eher die Rente mit 70 als die mit 63.“

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