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20.03.2014

Wirtschaftsforscher Mindestlohnausnahmen schaden jungen Leuten

„Der Staat subventioniert die Einstellung von Langzeitarbeitslosen bereits.“

Berlin – Ausnahmen beim Mindestlohn für junge Leute würden diesen nach Ansicht von Gustav Horn, Chef des gewerkschaftsnahen Wirtschaftsforschungsinstitut IMK, nicht nützen, sondern schaden. „Es kann schon sein, dass mit einer Ausnahmeregelung statt teurerer Kräfte mehr junge Leute eingestellt werden, weil die billiger sind“, sagte Horn dem „Handelsblatt“.“ Aber man will doch gerade vermeiden, dass junge Leute in ungelernte Beschäftigungsverhältnisse gehen, anstatt eine Ausbildung zu absolvieren“, betont er.

Den Mindestlohnkritikern, die einerseits behaupteten, dass Mindestlöhne die Beschäftigung der betroffenen Gruppen senkten, und andererseits, dass bei einem hohen Mindestlohn mehr junge Leute eine Beschäftigung statt einer Ausbildung aufnähmen, wirft Horn eine widersprüchliche Argumentation vor: „Man kann nicht gleichzeitig behaupten, ein Mindestlohn würde zu mehr und zu weniger Beschäftigung führen.“

Auch die von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) nun vorgesehene Ausnahme für Langzeitarbeitslose sieht Horn kritisch. „Der Staat subventioniert die Einstellung von Langzeitarbeitslosen bereits durch Lohnzuschüsse“, stellt er fest. Eine doppelte Subventionierung der Arbeitgeber sei nicht nötig.

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