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„Wir wollen für eine Überraschung sorgen

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07.02.2012

1860 München „Wir wollen für eine Überraschung sorgen“

Der TSV 1860 ist die beste Rückrunden-Mannschaft der Zweiten Liga.

München – Nein, selbst der neuerliche Wintereinbruch in München und die schneebedeckten Trainingsplätze an der Grünwalder Straße, der Heimat des TSV 1860, haben Trainer Reiner Maurer (51) am Dienstagnachmittag nicht von seiner guten Laune abbringen können. Verständlich: Schließlich haben die Löwen mit dem überzeugenden 2:0 (1:0)-Sieg über Energie Cottbus am Vortag ihrem ehemaligen Trainer Rudi Bommer nicht nur die Premiere verdorben, sondern selbst einen Start nach Maß ins Jahr 2012 erwischt – einen so guten sogar, dass der sechstplazierte TSV 1860 nun sogar langsam wieder zu Träumen anfangen darf.

“Ich will ja nichts unnötig anheizen”, sagt Doppel-Torschütze Benny Lauth, “aber jeder weiß, dass wir höher hinaus wollen.” Und zwar auf direktem Weg zurück in die Bundesliga. Aussprechen will das in München-Giesing zwar offiziell noch niemand, schließlich will man sich den Druck nicht selbst machen. Dennoch kennt Maurer, der erst am Wochenende seinen Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2013 verlängert hat, die Zweitliga-Tabelle: “Wir hatten schon mal 15 Punkte Rückstand auf Platz 1, das haben wir inzwischen fast halbiert.”

Auf das Schwächeln der anderen warten

Tatsächlich sind es auf Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf inzwischen “nur” noch acht Punkte Rückstand, auf den Zweiten Eintracht Frankfurt nur noch sieben. Und halten die Löwen ihre Form (fünf Siege in den letzten sechs Spielen und bestes Rückrunden-Team der Liga), wird das Punktepolster der Konkurrenz in den nächsten Wochen weiter schmelzen. “Jetzt müssen wir darauf hoffen”, sagt Präsident Dieter Schneider, “dass Mannschaften vor uns schwächeln, dass wir noch eine Chance auf den Aufstieg haben. Wir wollen für eine Überraschung sorgen.” Für eine positive.

Und das nicht nur auf dem Rasen, sondern auch in der Führungsriege: Der jordanische Investor Hasan Ismaik, der den Löwen vor kurzem noch die Geldquellen zugedreht hat, kündigte an, am Mittwoch oder Donnerstag aus Abu Dhabi in München einfliegen zu wollen. Grund: Der lange geplante Friedensgipfel mit Präsident Dieter Schneider, dessen Rücktritt der Investor kürzlich noch gefordert hatte. Ob es jetzt zu einer Versöhnung kommt? Der Löwen-Boss sagte am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur dapd: “Manche Dinge brauchen eben etwas länger, aber gehen Sie davon aus, dass auf beiden Seiten vernünftige Leute sitzen.”

Es wäre ein Meilenstein in der schwierigen Beziehung zwischen dem TSV 1860 und dem ersten arabischen Investor im deutschen Fußball. Geschäftsführer Robert Schäfer glaubt mit der Hilfe des Investors an eine goldene Löwen-Zeit – und verteidigt Ismaiks Einstieg noch einmal nachhaltig: “Das ist eines seiner Engagements, bei dem sich Ismaik weniger Rendite verspricht als Zuneigung. Dass wir uns jetzt aufeinander zu bewegen, ist ein gutes Zeichen für die Zukunft.”

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