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Winterkorn verteidigt 17-Millionen-Gehalt

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25.03.2012

Spitzengehälter Winterkorn verteidigt 17-Millionen-Gehalt

IG-Metall-Chef Huber will Vergütung im Aufsichtsrat neu regeln.

Berlin – Nach wochenlanger Kritik an seinem Jahresgehalt von mehr als 17 Millionen Euro hat sich der Volkswagen-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn erstmals zu seinem Salär für 2011 geäußert. Winterkorn rechtfertigte die Höhe seiner Vergütung mit dem Erfolg von VW: Sie sei an klare Vorgaben der Konzernstrategie gekoppelt und orientiere sich langfristig an Absatz, Konzernergebnis, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, sagte der Manager der „Bild am Sonntag“. „Wenn der Volkswagen-Konzern hierbei sehr erfolgreich abschneidet, ergibt sich eine solche Summe.“

Winterkorn hatte insgesamt knapp 17,5 Millionen Euro bekommen, davon allein gut 11 Millionen Euro Bonus für 2011. Der Chef des größten europäischen Autoherstellers kam damit auf Rang drei der weltweit bestbezahlten Unternehmenslenker hinter Disney-Chef Robert Iger und dem deutschen Manager und ehemaligen Hewlett-Packard-Chef Leo Apotheker. „Ich kann allerdings auch verstehen, dass manche Menschen mein Gehalt als zu hoch empfinden“, sagte Winterkorn.

Zu seinen Kritikern gehört unter anderem IG-Metall-Chef Berthold Huber, der als stellvertretender VW-Aufsichtsratschef allerdings über die Höhe der Vergütung Winterkorns mitentschieden hatte. „Wir sollten Grenzen für die Vorstandsvergütung setzen“, sagte Huber der „Berliner Zeitung“ vom Samstag. Er sehe dafür zwei Möglichkeiten: „Entweder wir erhöhen die Zielvorgaben.“ Das Management müsse dann mehr erreichen, um eine bestimmte Summe zu erhalten. „Oder wir kappen die Boni ab einer bestimmten Höhe.“ Für welchen Weg man sich entscheide, müsse jetzt im Aufsichtsrat diskutiert werden.

Allein für das vergangene Jahr erhält Winterkorn 16,6 Millionen Euro. Hinzu kommt eine Nachzahlung von 860.000 Euro für 2010. Die Vergütung sei „deswegen so hoch, weil Volkswagen erfolgreicher war als irgendjemand erwartet hat“, sagte Huber.

Der Konzern hatte seinen Vorsteuergewinn im vergangenen Jahr auf 18,9 Milliarden Euro mehr als verdoppelt, der Umsatz war um gut ein Viertel auf 159,3 Milliarden Euro geklettert. Auch die Ausschüttung an die Tarifmitarbeiter – zehn Prozent des operativen Gewinn der Marke Volkswagen – kletterte daher um 88 Prozent auf 7.500 Euro.

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