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07.12.2010

Wikileaks will auch ohne Assange weitermachen

London – Das Enthüllungsportal Wikileaks will trotz der Festnahme des Gründers Julian Assange weitermachen. Dies teilte Wikileaks-Sprecher Hrafnsson am Dienstag mit. Die Festnahme von Assange sei dabei ein Angriff auf die Pressefreiheit, allerdings werde dieser Sachverhalt keine Auswirkungen auf geplante weitere Enthüllungen haben, hieß es. Zudem werde die Enthüllungsplattform von London und anderen Orten aus betrieben.

Die USA hatten derweil die Verhaftung des 39-Jährigen begrüßt. Der Zugriff sei dabei eine gute Aktion gewesen, sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates. Die USA werden überdies auch eine Auslieferung Assanges anstreben. Der Wikileaks-Gründer hatte sich am Dienstagvormittag in London der Polizei gestellt und ist festgenommen worden.

Dem 39-jährigen Australier werden von schwedischen Ermittlungsbehörden die Vergewaltigung und sexuelle Belästigung zweier Frauen vorgeworfen. Assange bestreitet indes die Vorwürfe und sieht sich als Opfer einer Kampagne gegen die Enthüllungsplattform Wikileaks.

Ende November hatte Wikileaks rund 250.000 Dokumente des US-Außenministerium veröffentlicht und damit für weltweite Aufregung gesorgt.

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