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Joachim Gauck

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05.05.2015

Wiedergutmachungsgelder an Athen Unionspolitiker gehen auf Distanz zu Gauck

„Es wundert mich, dass der Bundespräsident darauf eingegangen ist.“

Berlin – In der Union formiert sich Widerstand gegen den Vorstoß von Bundespräsident Joachim Gauck, Griechenland für erlittenes Unrecht im Zweiten Weltkrieg jetzt doch Wiedergutmachungsgelder zu zahlen.

„Dass die Griechen die Hilfeleistungen in der Euro-Krise mit den schrecklichen Geschehnissen des Zweiten Weltkrieges verknüpfen, ist nicht hilfreich“, sagte der Bundesvorsitzende der Jungen Union (JU), Paul Ziemiak gegenüber „Bild“ (Dienstag): „Es wundert mich, dass der Bundespräsident darauf eingegangen ist.“

Die Vertriebenen-Expertin Erika Steinbach bezeichnete den Vorstoß von Gauck gegenüber der Zeitung als „brandgefährlich“. Wer das Fass der Entschädigung aufmache, müsse wissen, dass damit auch der Startschuss für die Forderung Vertriebener nach Entschädigung aufgemacht werde.

Steinbach sagte weiter: „Wenn ein deutscher Bundespräsident das Thema so anpackt, muss er wissen, was er tut. Und das bei einer Regierung in Athen, die uns bei jeder Gelegenheit am Nasenring durch die Manege führt! Wenn man über Geld spricht, gehen die Schicksale unter.“

Der CDU-Außenexperte Roderich Kiesewetter sagte zu „Bild“: „Die Äußerungen des Bundespräsidenten sind nicht hilfreich. Er weckt damit falsche Erwartungen. Mit dem 2+4-Vertrag ist alles geregelt. Allerdings ist sein Bemühen um Versöhnung zu würdigen.“

Der CSU-Außenexperte Florian Hahn sagte: „Angesichts milliardenschwerer deutscher Hilfen und Sicherheiten sollte Griechenland endlich versuchen, einen echten Beitrag zur Lösung seiner Probleme zu leisten.“

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