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Massenkarambolage: Wie in einem Katastrophenfilm

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20.01.2012

Verkehr Massenkarambolage: Wie in einem Katastrophenfilm

Massenkarambolage auf der A1 – 13 Verletzte.

Cloppenburg – Die Szene wirkt wie aus einem Katastrophenfilm. Trotz des gleißend hellen Lichts Wintersonne ist die Sicht an diesem Freitagmittag extrem schlecht. Hinter Schwaden erbsendicker Hagelkörner sind die Wracks zweier LKW und mehrerer PKW zu erahnen. Mit hochgezogenen Schultern und tief in das Gesicht gezogene Kapuzen hasten Polizisten zwischen Einsatzfahrzeugen, Blechhaufen und dem Versorgungszelt hin und her.

Auf der A1 zwischen dem Ahlhorner Dreieck und der Ausfahrt Cloppenburg in Fahrtrichtung Osnabrück sind an diesem Mittag rund 40 Autos ineinander gekracht. Bei der Massenkarambolage wurden 13 Menschen verletzt, zwei davon schwer. Bei starkem Regen, der die Fahrbahn knöcheltief unter Wasser gesetzt hatte, kam es im Abstand von etwa 50 Metern zu zwei Unfällen. Danach folgten zwei LKW, von denen der erste noch bremsen konnte, der zweite nicht mehr. Er fuhr ungebremst auf und schob den vorderen LKW vor ihm auf mehrere Autos. Dabei wurde der Fahrer eines der PKW eingeklemmt.

Im Rückstau kam es zu fünf weiteren Zusammenstößen. Insgesamt wurden mehr als 25 Fahrzeuge zerstört, einige davon völlig. Glück im Unglück: Todesopfer gab es wie durch ein Wunder nicht. “Die Verkehrsteilnehmer haben großes Glück gehabt”, sagte der Pressesprecher der Autobahnpolizei in Ahlhorn, Mathias Kutzner.

Die Feuerwehr Emstek war in kürzester Zeit mit 30 Einsatzkräften vor Ort. Um die Verletzten kümmerten sich sieben Notärzte, zwölf Rettungswagen waren im Einsatz. Außerdem wurde die Einsatzgruppe des örtlichen Rettungsdienstes alarmiert, die bei starkem Hagel Versorgungszelte aufbaute.

Die beiden Schwerverletzten wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser nach Hannover und Oldenburg geflogen. Als Unfallursache vermutete Kutzner neben “unangepasster Geschwindigkeit” und zu geringem Abstand auch die schlechte Sicht, durch Zusammenwirken von nasser Fahrbahn und tief stehender Sonne: “Da hat es eine enorme Blendwirkung gegeben.”

Die Autobahn sollte bis in die Abendstunden gesperrt bleiben. Unbeteiligte Autofahrer saßen jedoch nicht vor der Unfallstelle fest. Sie konnten an den zertrümmerten Fahrzeugen vorbeifahren. Etwa zwei Kilometer vor dem Ort des Geschehens leitet die Polizei den Verkehr am Ahlhorner Dreieck großräumig um. “Es hängt hier keiner fest”, sagte Carsten Grabbert von der Polizei Delmenhorst.

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