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Wettstreit in der Stuttgarter CDU wird schärfer

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13.03.2012

OB-Kandidatur Wettstreit in der Stuttgarter CDU wird schärfer

SPD-Kandidat für OB-Wahl wird am 26. März vorgestellt.

Stuttgart – Der Wettstreit in der Stuttgarter CDU um die Kandidatur für die Oberbürgermeisterwahl nimmt an Schärfe zu. Nachdem Vorwürfe gegen beide CDU-Bewerber bekannt wurden, schaltet sich nun auch die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ein. Eine Sprecherin bestätigte am Dienstag einen Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“, wonach die Ermittler eine unkorrekte Titelangabe im Lebenslauf des früheren Sozialministers Andreas Renner prüfen. Derzeit werde untersucht, ob es einen Anfangsverdacht für einen Straftatbestand gebe.

Renner hatte bei seiner Bewerbung als OB-Kandidat angegeben, einen Masterabschluss an der Führungsakademie des Landes zu haben. Er hatte aber nur einen Kurs besucht. Renner sagte dazu, er habe mit dem Begriff Master keinen Titel suggerieren wollen. Es habe sich um eine missverständliche Übersetzung gehandelt.

Die Stuttgarter CDU und die Grünen legen sich noch diese Woche auf ihren Kandidaten fest. Die Grünen wollen am Donnerstag Fritz Kuhn nominieren. Am Samstag dann hat die Stuttgarter CDU die Wahl zwischen dem früheren Sozialminister Renner und dem Berliner Werbeprofi Sebastian Turner.

Derweil sorgt ein anonymer Brief für Wirbel, in dem Turner vorgeworfen wird, Mittel des CDU-Kreisverbands zum Zweck der Eigenwerbung verwendet zu haben. Kreisverbandschef Stefan Kaufmann, der Turners Kandidatur vorgeschlagen hat, widersprach umgehend.

Die Unterstützer-Initiative für Turner wies am Dienstag die Behauptung aus dem anonymen Schreiben zurück, auf der Unterstützerliste seien Namen von Personen verzeichnet, die gar nicht gefragt worden seien.

„Von allen der mehr als 100 Unterzeichner liegen schriftliche Einverständniserklärungen vor. Wer anderes behauptet, müsste konkrete Namen nennen, statt anonym die Initiative beschädigen zu wollen“, erklärten die Initiatoren Susanne Wetterich, Tobias Zink und Stephan Schorn.

Die Stuttgarter Sozialdemokraten wollen ihren Mitgliedern voraussichtlich am 26. März einen möglichen eigenen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl präsentieren. Laut den „Stuttgarter Nachrichten“ kursierten in der Partei zwei Namen: Neben dem gerade wiedergewählten SPD-Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen, Jürgen Kessing, wird Jakob von Weizsäcker genannt, Abteilungsleiter für Wirtschaftspolitik und Tourismus im Thüringer Wirtschaftsministerium. Er soll allerdings schon abgesagt haben.

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