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04.01.2011

Wettskandal Schnitzler nahm 100.000 Euro für Spielbetrug an

Hamburg – Der ehemalige St.-Pauli-Spieler René Schnitzler hat zugegeben, mehr als 100.000 Euro dafür angenommen zu haben, dass er insgesamt fünf Spiele des FC St. Pauli manipuliere. Das sagte Schnitzler in einem Interview mit dem Magazin „Stern“. Die entscheidenden Spiele fanden alle 2008 statt, damals spielte der Verein in der 2. Bundesliga.

Der Ex-Profi bestätigte, das Geld genommen, betonte aber keines der fraglichen Spiele manipuliert zu haben. Der 25-Jährige ist nach eigenen Angaben seit Jahren spielsüchtig: „Seit ich 18 Jahre alt bin, gab es kaum einen Tag, an dem ich nicht gespielt habe“, sagte Schnitzler.

Der Wettpate ist nach Recherchen des „Stern“ Niederländer und mutmaßlich eine zentrale Figur im Bundesliga-Wettskandal. Unterlagen der Bochumer Staatsanwaltschaft, die dem „Stern“ vorliegen, legen nahe, dass der Pate für zahlreiche mutmaßliche Spielmanipulatoren hohe Wetten in Asien platzierte, die von deutschen Wettanbietern nicht gehalten worden waren.

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