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Google-Nutzer am Computer

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16.04.2015

Wettbewerbsverfahren Oettinger verteidigt EU-Vorgehen gegen Google

Die EU müsse „Missbrauch abstellen“.

Brüssel – EU-Digitalkommissar Günther Oettinger hält das Wettbewerbsverfahren gegen den Suchmaschinen-Konzern Google für notwendig und hat das Vorgehen der Europäischen Kommission verteidigt. Die EU müsse „Missbrauch abstellen“, wenn ein Unternehmen gegen Regeln des EU-Binnenmarktes verstoße, sagte Oettinger in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung (Donnerstagausgabe).

Es gebe „ernstzunehmende Beschwerden von Mitbewerbern über Google“, betonte der CDU-Politiker. „Wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten, muss die EU den Missbrauch abstellen.“ Es dürfe nicht sein, „dass Unternehmen weniger erfolgreich sind, weil es Google gibt“, so Oettinger weiter. Dies sei der Fall, „wenn etwa Google Konkurrenten in den Suchergebnissen gezielt nach hinten rückt“.

Auch die Verbraucher seien durch mögliche Verstöße Googles gegen EU-Wettbewerbsregeln betroffen. „Es schadet Verbrauchern, wenn sie durch Ergebnisse einer Suchmaschine zum Beispiel ein Produkt in einem Onlineshop teurer kaufen als nötig.“

Auf die Frage, ob es eine eigene EU-Suchmaschine geben sollte, sagte Oettinger, er halte „nichts davon, Google auf EU-Ebene kopieren zu wollen“. Er wisse nicht, „ob solch ein `gEUgle` erfolgreich wäre“.

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