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16.01.2011

Bundeswehr Westerwelle verteidigt Abzugsplan aus Afghanistan

Berlin – Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich für eine klare Abzugsperspektive für die deutschen Truppen in Afghanistan ausgesprochen. Nur das mache eine politische Lösung der Probleme Afghanistans möglich, bekräftigte Westerwelle am Sonntag in einem Interview im Rahmen der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“.

Kritik an seinem Abzugsplan wies er in dem Gespräch zurück. „Diejenigen, die mich kritisiert haben von SPD und von Grünen, haben diesen Afghanistan-Einsatz begonnen. Sie haben gedacht, das wird militärisch zu lösen sein. Ich sage: Das wir nur politisch zu lösen sein. Und deswegen brauchen unsere Frauen und Männer eine Abzugsperspektive“, so der Außenminister. Dafür sei ein „wirklicher Fahrplan“ unerlässlich.

Westerwelle lehnte zudem eine Ausweitung des europäischen Rettungsschirms für den Euro ab, da dies finanziell nicht nötig sei und von den eigentlichen Aufgaben ablenke.

Im Hinblick auf den Dioxin-Skandal riet der Minister schließlich davon ab, „irgendwelche Schwarze-Peter-Spiele zwischen Parteien oder Politikern zu veranstalten. Probleme lösen bei den Lebensmitteln, das ist das, was die Bürger vom Staat jetzt erwarten. Und nicht, wer wo an welcher Ebene zuständig ist oder wo irgendwas falsch gelaufen ist.“

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