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Pizarro-Doppelpack reicht nicht zum Sieg

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05.02.2012

Werder Bremen Pizarro-Doppelpack reicht nicht zum Sieg

Makiadi und Schmid treffen für Freiburg.

Freiburg – Claudio Pizarro allein war diesmal zu wenig für Werder Bremen. Trotz eines Doppelpacks des überragenden Peruaners kam die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf am 20 Spieltag der Fußball-Bundesliga am Sonntag beim Lieblingsgegner SC Freiburg nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus, zog mit 32 Punkten aber wieder an Bayer Leverkusen vorbei auf den fünften Tabellenplatz.

Pizarro erzielte seine Saisontore 14 und 15 in der 29. und 47. Minute. Die Freiburger, die trotz des Teilerfolges weiter Tabellenletzter bleiben, kamen aber durch Cedrick Makiadi (32.) und Jonathan Schmid (70.) zu einem verdienten Punkt. Pizarro hat nun in der Bundesliga insgesamt zehn Tore erzielt. Bremen hatte zuvor sieben Spiele in Folge gegen die Breisgauer gewonnen.

“Wir hatten zweimal eine Führung, die dürfen wir nicht hergeben. Insgesamt war das Spiel zu unruhig. Uns hätte heute ein wenig Ruhe gutgetan. Das haben wir aber nicht hingekriegt”, sagte Bremens Trainer Thomas Schaaf. Zufriedenheit gab es aber auf Freiburger Seite. “Darauf können wir aufbauen. Wir haben eine gute Moral bewiesden. Wir kommen immer wieder zurück”, sagte Oliver Baumann.

Der Freiburger Trainer Christian Streich hatte auf die schwache Leistung seiner Mannschaft beim 1:3 in Mainz mit drei Änderungen in der Anfangsformation reagiert. Für den gesperrten Innenverteidiger Fallou Diagn erlebte der bislang nur in der Regionalliga eingesetzte Immanuel Höhn seine Feuertaufe in der Bundesliga, zudem kehrten Johannes Flum und Anton Putsila ins Team zurück. Werder-Trainer Thomas Schaaf schenkte dem eben erst von Austria Wien geholten österreichischen Mittelfeldspieler Zlatko Junuzovic das Vertrauen. Bargfrede fehlte gelbgesperrt. Nicht ins Aufgebot berufen wurde der Brasilianer Wesley, dessen Wechsel für sechs Millionen Euro zu Palmeiras Sao Paulo schon zu Wochenanfang über die Bühne gebracht werden soll.

Eine halbe Stunde war gespielt, da durfte Neuzugang Junuzovic sein Debüt in der Bundesliga bereits als geglückt bezeichnen. Bei einem Konter schickte Torjäger Claudio Pizarro den rechten Mittelfeldspieler auf der linken Seite steil. Dessen Rückpass nahm wiederum der Peruaner aus zehn Metern in der Luft querliegend mit dem rechten Fuß an. Bei seinem Schuss war SC-Torwart Oliver Baumann zwar rechtzeitig in der Ecke, doch der Ball kullerte unter seinem Körper hindurch über die Linie zur etwas glücklichen Führung für die Gäste.

Die Freiburger, die ab der 20. Minute das Spiel bestimmt und bei einem beherzten Schuss von Michael Lumb aus 20 Metern ans Lattenkreuz Pech gehabt hatten, ließen sich von diesem Nackenschlag aber nicht unterkriegen. Sie kämpften weiter mit Verve und setzten die anfällige Bremer Abwehr weiter unter Druck. Drei Minuten nach dem Rückstand gelang dem Tabellenletzten der verdiente Ausgleich. Nach einer Ecke von rechts des Wintereinkaufs Lumb kam Kapitän Cedrick Makiadi an der Fünfmeterlinie frei zum Kopfstoß. Werder-Torwart Tim Wiese, der sich mit einer langen Hose gegen die Minusgrade schützte, hatte keine Abwehrchance.

Zumindest die Freiburger Spieler waren nach Wiederbeginn noch nicht auf Betriebstemperatur, da lagen sie auch schon wieder zurück. Zwei Minuten waren gespielt, als Mehmet Ekici einen Pass von Markus Rosenberg direkt auf Pizarro weiterleitete. Der Torgarant fackelte nicht lange und schob den Ball geschickt mit dem rechten Fuß aus zwölf Metern ins lange Eck.

Die Bremer drückten weiter aufs Tempo. Freiburg hatte Glück, als ein Schuss von Rosenberg aus der Drehung am Pfosten landete. Die Freiburger kämpften unverdrossen gegen die Niederlage an und hatten in der 70. Minute Erfolg. Bei einem Rechtsschuss von Jonathan Schmid im Strafraum brachte Wiese zwar noch die Finger an den Ball, doch die Kugel sprang vom Pfosten hinter die Linie zum verdienten 2:2.

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