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Weltweite Militärausgaben 2011 kaum gestiegen

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17.04.2012

Finanzkrise Weltweite Militärausgaben 2011 kaum gestiegen

USA und Europa investieren laut Rüstungsbericht weniger – Russland und China legen zu.

Stockholm – Wegen der Finanzkrise sind die weltweiten Militärausgaben erstmals seit elf Jahren nur unwesentlich gestiegen. Die USA und Europa kürzten im vergangenen Jahr die Budgets für ihre Streitkräfte, wie das Stockholmer Institut für Internationale Friedensforschung (SIPRI) am Dienstag mitteilte. Russland und China hingegen steigerten ihre Rüstungsausgaben erneut deutlich. Weltweit blieben die Ausgaben damit 2011 bei einem geringen Plus von 0,3 Prozent nahezu stabil.

Russland überholte Großbritannien und Frankreich und rückte mit rund acht Milliarden Dollar auf Platz drei der Liste der Länder mit den höchsten Militärausgaben vor. Das entsprach einem Anstieg von 9,3 Prozentpunkten im Vergleich zu 2010. Auch China erhöhte seine Militärausgaben um 6,7 Prozent auf rund 143 Milliarden Dollar. Das Land steht damit weiterhin auf Platz zwei.

Der größte Waffenkäufer der Welt, die USA, fuhren die Ausgaben um 1,2 Prozent auf 711 Milliarden Dollar zurück. Europa steigerte seine Investitionen in Waffen nur gering auf 407 Milliarden Dollar. Insgesamt kürzten sechs der Länder mit den höchsten Militärausgaben ihren Militärhaushalt: Deutschland, Frankreich, Brasilien, Indien, Großbritannien und die USA.

Ein wichtiger Grund für den Rückgang in Amerika waren nach Angaben von SIPRI die langwierigen Verhandlungen im Kongress über den Haushalt für 2011. Das Institut erwartet, dass die US-Ausgaben für die Streitkräfte mit der Truppenreduzierung in Afghanistan und einem im vergangenen Jahr verabschiedeten Gesetz zur Haushaltskontrolle weiter zurückgehen werden.

Der Anstieg der russischen Militärausgaben geht laut SIPRI vor allem auf das Bemühen Moskaus zurück, seine veraltete Rüstungsindustrie bis 2020 grundlegend zu modernisieren. Man rechne mit einem weiteren Zuwachs in den kommenden Jahren, sagte Sam Perlo-Freeman, Experte für Militärausgaben bei SIPRI.

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