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Frauen in einem Park

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07.05.2017

"Weißbuch Stadtgrün" Bundesbauministerium will mehr Grün in deutsche Städte bringen

„Für das urbane Wohnen wird grüne Infrastruktur immer wichtiger.“

Berlin – Das Bundesbauministerium will mehr Grün in deutsche Städte bringen. „Die Schaffung, Entwicklung und der Erhalt urbanen Grüns sollen zum selbstverständlichen Aspekt der integrierten Stadtentwicklung und Stadtplanung werden“, sagte Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntags- und Montagsausgaben). Dazu soll das Baugesetzbuch in der nächsten Legislaturperiode ergänzt und eine ausreichende Grünflächenversorgung verankert werden, wie aus dem neuen „Weißbuch Stadtgrün“ hervorgeht, welches die Ministerin nächste Woche vorlegen will.

Bis 2020 sollen insbesondere auch sozial benachteiligte Wohngebiete, die häufig schlechter mit Bäumen und Wiesen versorgt sind, deutlich grüner werden. „Städtische Parks und Freiflächen haben einen unermesslichen sozialen, ökologischen und ökonomischen Wert. Wir als Bund stehen den Kommunen dabei zur Seite“, sagte die SPD-Politikerin. Die Städte und Gemeinden sollen dazu im Rahmen der Städtebauförderung schon in diesem Jahr erstmals 50 Millionen Euro aus einem neuen Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ erhalten.

Konkret setzt sich der Bund insbesondere in Ballungszentren dafür ein, dass die Stellplatzverordnungen für Wohnungsneubauten „seitens der Länder und Kommunen flexibler gehandhabt werden“. Angesichts des zunehmenden Trends zur Nutzung von Fahrrädern und Carsharing könnten Flächen, die nicht für Parkplätze gebraucht werden, als Frei- und Grünflächen genutzt werden, heißt es in dem neuen Weißbuch, in dem der Bund Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für mehr urbanes Grün in den Städten auflistet. Die Verpflichtung zur Einrichtung von Fahrzeugstellplätzen mache Neubauvorhaben nur teurer und versiegele wohnungsnahe Flächen, heißt es in dem Weißbuch.

Auch auf Friedhöfen gibt es laut Ministerium immer mehr Flächen, die nicht mehr für Bestattungen genutzt werden. Diese Flächen verfügten häufig über eine große biologische Vielfalt sowie kulturelle Bedeutung und könnten als neuen Freiräume verwendet werden. „Dadurch können Friedhöfe auch zu Erholungsorten werden“, heißt es in dem Weißbuch. Das Potenzial von Friedhöfen für das Stadtgrün soll deshalb untersucht und Modellvorhaben unterstützt werden.

„Für das urbane Wohnen wird grüne Infrastruktur immer wichtiger“, ist Hendricks überzeugt. Ihr Ministerium sieht sich dabei als Partner und nicht als Vormund der Kommunen. „Natürlich werden wir jetzt nicht anfangen, einfach Parks und Wälder in die Stadt zu pflanzen. Darum geht es uns nicht“, versicherte die SPD-Politikerin. „Die Verantwortung für die Entwicklung der Stadt liegt im Rathaus.“ Ziel sei es, eine grüne Infrastruktur rechtlich besser zu verankern, Fördermittel bereitzustellen und gute Beispiele zu verbreiten.

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