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Marina Weisband

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21.12.2012

Piraten Weisband plant kein Comeback im Bundestag

„Ich werde mich nicht aufopfern für die Partei.“

Berlin – Die ehemalige politische Geschäftsführerin der Piratenpartei, Marina Weisband, plant kein Comeback in der Bundespolitik. Sie werde nicht für den Bundestag kandidieren, sagte Weisband der „Welt“ (Freitagausgabe). „Es war eine schwere Entscheidung. Ich habe mich jedoch nach reiflicher Überlegung gegen die Kandidatur entschlossen, denn ich sehe meinen Schwerpunkt in der politischen Bildung“, erklärte Weisband.

Die Piraten-Hoffnung war im Frühjahr nicht erneut als politische Geschäftsführerin angetreten, um ihr Studium abzuschließen. Angesichts der Krise der Partei wurden die Rufe nach einem Comeback von ihr zuletzt immer lauter.

Ihr Entschluss sei keineswegs als Abkehr von den Piraten zu sehen. „Ich wende mich nicht von der Partei ab und glaube an ihren Erfolg“, sagte Weisband. Sie kündigte an, sie wolle helfen, dass der Piratenpartei der Einzug in den Bundestag gelingt. „Ich werde beim Wahlkampf mitmachen und mich auch weiterhin für die Piratenpartei engagieren, soweit meine Kräfte das zulassen

“ Beim nun gefällten Entschluss hätte auch ihre Gesundheit eine Rolle gespielt. „Meine gesundheitliche Verfassung war schon immer etwas problematisch“, sagte sie. „Deshalb kann ich mir große Stressbelastungen nicht erlauben.“ Die große politische Öffentlichkeit sei eine „gewaltige“ Belastung. „Ich werde mich nicht aufopfern für die Partei.“

Mit Blick auf die parteiinternen Streitereien der vergangenen Monate sagte Weisband: „Wenn sich die Partei an den Riemen reißt, dann braucht sie mich nicht.“ Die derzeitige Situation sieht sie allerdings kritisch. „Der Flair, dass wir alles besser machen, ist weg.“ Bald könnte es jedoch wieder aufwärts gehen, hofft Weisband. „Wenn wir im Frühjahr Wahlkampf machen, haben wir ein gemeinsames Ziel und werden uns wieder zusammenreißen.“

Trotz der desolaten Umfragewerte geht Weisband von weiteren Wahlerfolgen aus, etwa bei der kommenden Landtagswahl in Niedersachsen. Auch für den kommenden Herbst schlägt sie optimistische Töne an: „Der Erfolg bei der Bundestagswahl hängt davon ab, ob wir im Wahlkampf zusammen reinhauen werden.“

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