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Bundeswehrsoldat in Afghanistan

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26.01.2013

Bundeswehr Wehrbeauftragter warnt vor Überforderung

„Es kann nicht jeder alles leisten wollen.“

Berlin – In der Debatte um ein zusätzliches militärisches Engagement Deutschlands im Ausland warnt der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, vor einer Überforderung der Bundeswehr.

„Es geht bei möglichen zukünftigen Einsätzen der Bundeswehr nicht zuerst und allein um die Frage, ob wir mehr tun sollten, sondern ob wir derzeit überhaupt durchhaltefähig mehr leisten könnten“, sagte Königshaus der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Die Truppe ist jetzt schon sehr angespannt.“

Viele Soldaten seien deutlich länger als vier Monate im Auslandseinsatz und hätten zu geringe Regenerationszeiten, so Königshaus. „Darunter leiden auch Ehen und Partnerschaften“, sagte der Wehrbeauftragte. Er verwies darauf, dass nicht alle Soldaten für jeden Einsatz eingeplant werden könnten. Dies führe dazu, dass „die immer gleichen Soldaten immer wieder in die Einsätze müssen“.

Königshaus warnte zudem davor, angesichts der Rückzugsbeschlüsse Afghanistan als Einsatzgebiet bereits abzuhaken. „Noch sind wir dort, noch dürfen wir die ständigen Belastungen für die Soldaten und ihre Familien nicht aus dem Blick verlieren“. Er schlug vor, mit den Verbündeten zu „klaren Absprachen“ zu kommen, wer in welchem Bereich vielleicht noch Reserven habe. „Es kann nicht jeder alles leisten wollen“, so Königshaus.

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