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Wasserballer schöpfen als EM-Fünfte Hoffnung für Olympia

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29.01.2012

Wasserball Wasserballer schöpfen als EM-Fünfte Hoffnung für Olympia

9:6 gegen Griechenland – Nun Qualifikation in Edmonton – “Da wird manchem die Hand zittern”.

Eindhoven – Die deutschen Wasserballer haben bei der Europameisterschaft in Eindhoven durch ein 9:6 (1:2, 2:1, 3:2, 3:1) gegen Griechenland Rang fünf belegt und mit der besten Platzierung seit Bronze 1995 in Wien Hoffnung für Olympia geschöpft. Zuvor muss sich die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm aber noch vom 1. bis 8. April im kanadischen Edmonton für die Sommerspiele in London qualifizieren.

“Wir haben eine tolle Mannschaft. Die Jungs haben zum Abschluss noch einmal eine prima Moral gezeigt”, machte Stamm seinem Team ein Kompliment und fügte hinzu: “Unser großes Ziel ist nun die Olympia-Teilnahme.”

Im Gegensatz zu den Frauen, die als EM-Achte die Chance auf die Olympia-Qualifikation vergaben, können die Männer das Ticket für London im “Nachsitzen” lösen. Beim Turnier in Edmonton werden noch vier Plätze vergeben. “Dort wird so manchem Spieler die Hand zittern”, sagte Kapitän und Stamm-Schwiegersohn Marc Politze.

Auf den Wasserballern ruhen neben den Volleyballern auch deshalb die Hoffnungen der deutschen Olympia-Mannschaft, da nach den Fußballern und Basketballern auch die Handballer den Sprung nach London verpasst haben. Somit droht beim Einmarsch Ende Juli ins neue Londoner Olympiastadion das kleinste deutsche Team seit der Wiedervereinigung.

Bei der EM hinterließ die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) bis auf die deutliche Niederlage im Viertelfinale gegen Weltmeister Italien aber einen guten Eindruck. Sieggaranten gegen die Griechen waren Center Sven Rößing aus Duisburg mit drei Treffern und Torhüter Alexander Tchigir. Der 43 Jahre alte Schlussmann vom deutschen Rekordmeister Wasserfreunde Spandau, der nach dieser Saison aus der Nationalmannschaft zurücktritt, war bei seiner zehnten EM-Teilnahme auch im letzten Spiel der große Rückhalt.

Dass beide Mannschaften die Begegnung ernst nahmen, zeigte sich auch in der hektischen Schlussphase. Nach einem Kopfstoß gegen Marko Stamm in der letzten Spielsekunde kam es zu einem Tumult aller Spieler im Wasser. “Wir sind nicht beim Boxen”, schimpfte Stamm Senior nach der Tätlichkeit gegen seinen Sohn. Der nahm die Attacke gelassen: “Offenbar können die Griechen nicht verlieren.”

Durch die gute EM-Platzierung hat sich die Mannschaft bereits für die nächste Europameisterschaft 2014 in Budapest qualifiziert. Auch die Teilnahme an der WM im kommenden Jahr in Barcelona ist sicher. “Damit herrscht für die nächsten zwei Jahre Planungssicherheit”, sagte Hagen Stamm, der nach der Saison nach elf Jahren als Bundestrainer zurücktreten wird. Als Zugabe fehlt nun nur noch die Qualifikation für London.

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