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09.10.2014

Kampf gegen globale Wachstumsschwäche Internationaler Währungsfonds fordert Investitionen

„Wir müssen die Nachfrage stimulieren.“

Washington – Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert die Bundesregierung auf, mehr zu investieren, um gegen die globale Wachstumsschwäche anzukämpfen. „Höhere Investitionen des Staates würden Deutschland nützen, aber auch Europa und dem Rest der Welt“, sagte IWF-Vize Min Zhu im Interview mit dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe).

Der Ausbau der Infrastruktur würde kurzfristig die Nachfrage anschieben und langfristig die Produktivität anheben. Zhus Vorschlag: Ein halbes Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung solle in öffentliche Investitionen fließen.

Vor dem Hintergrund der Diskussionen über den Kurs der Europäischen Zentralbank warnte der frühere chinesische Notenbanker davor, die Geldpolitik vorschnell zu straffen. Europa sei für eine Erhöhung der Zinsen noch nicht bereit: „Wir müssen die Nachfrage stimulieren, um die Erholung in Gang zu bringen.“

Dies könnte nach Ansicht Zhus durch den in Deutschland stark umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen geschehen. „Wir würden es unterstützen, wenn die EZB die Geldpolitik weiter lockern würde“, sagte der IWF-Ökonom.

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