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Warnstreiks in Baden-Württemberg ausgeweitet

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02.05.2012

Tarife Warnstreiks in Baden-Württemberg ausgeweitet

Größere Kundgebungen in Heilbronn, Mannheim und Reutlingen.

Stuttgart – Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektrobranche erhöht die Gewerkschaft IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber. Am Mittwochvormittag gab es größere Kundgebungen im Telefunken-Park in Heilbronn und bei der Daimler-Tochter Evobus in Mannheim, wie die Gewerkschaft mitteilte. Vor dem Bosch-Werk in Reutlingen kamen mehrere Hundert Beschäftigte zusammen. Weitere Aktionen waren unter anderem im Gewerbegebiet Haid in Freiburg sowie beim Fahrzeuggetriebehersteller Getrag im badischen Rosenberg vorgesehen.

Die erste Kundgebung des Tages hatte die Gewerkschaft am frühen Morgen vor den Aluminium-Werken in Wutöschingen (Landkreis Waldshut) abgehalten. Kundgebungen sollte es auch in anderen Städten geben. In Freiburg war ein Autokorso geplant. Teilnehmerzahlen wollte die IG Metall am Mittwochnachmittag veröffentlichen.

Bereits am Montag hatte es kleinere Warnstreiks an drei Orten im Südwesten gegeben. Für Donnerstag (3. Mai) hat die IG Metall Großkundgebungen bei Audi Neckarsulm und Porsche angekündigt. Arbeitsniederlegungen gab es am Mittwoch auch in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen.

Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn für die rund 800.000 Beschäftigten der Branche in Baden-Württemberg sowie die unbefristete Übernahme von Auszubildenden und mehr Mitbestimmung der Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeitern. Der Arbeitgeberverband Südwestmetall bietet drei Prozent für 14 Monate Laufzeit. Die Gewerkschaft hatte das Angebot als „Provokation“ zurückgewiesen.

Am 8. Mai soll in Sindelfingen weiterverhandelt werden. Sollte es bei den Gesprächen zu keiner Annäherung kommen, droht die Gewerkschaft mit einer Ausweitung der Streiks.

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