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Warnstreiks im öffentlichen Dienst fortgesetzt

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07.03.2012

Tarife Warnstreiks im öffentlichen Dienst fortgesetzt

Schwerpunkte im Nahverkehr in NRW und Baden-Württemberg.

Düsseldorf – Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat am frühen Mittwochmorgen ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst fortgesetzt. Betroffen war zunächst der öffentliche Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg.

In Nordrhein-Westfalen legten die Mitarbeiter mehrerer Nahverkehrsbetriebe ab 3.00 Uhr die Arbeit nieder, wie ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di mitteilte. Aktionen gab es unter anderem in Bochum, Gelsenkirchen, Recklinghausen, Bonn, Köln und Düsseldorf, die meisten Busse und Bahnen blieben in ihren Depots. In der Landeshauptstadt sollten jedoch der Verkehr zum Flughafen und der Schülerverkehr aufrechterhalten bleiben. In Köln sicherten private Busunternehmen in den Randbezirken die Beförderung ab.

Neben dem Öffentlichen Personennahverkehr sollten im Laufe des Tages auch Kindertagesstätten, kommunale Krankenhäuser oder Altenheime bestreikt werden. Vor allem Berufspendler, die mit Bussen und Bahnen unterwegs sind, müssen mit Behinderungen rechnen. Der Streik in NRW sollte 24 Stunden dauern, mehrere Zehntausend Beschäftigte sollten sich daran beteiligen.

Für den Vormittag sind zudem größere Protestkundgebungen in Bochum, Dortmund und Köln geplant. Allein in Dortmund erwarten die Veranstalter rund 10.000 Teilnehmer.

In Baden-Württemberg legten seit den frühen Morgenstunden Mitarbeiter der Stuttgarter Straßenbahnen, des Städtischen Verkehrsbetriebs Esslingen sowie der Verkehrsbetriebe Karlsruhe die Arbeit nieder, wie ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di sagte.

Betroffen waren außerdem Kliniken, Kindergärten sowie die städtische Verwaltung. Weitere Aktionen im öffentlichen Dienst gab es laut ver.di in Ulm, Friedrichshafen, Konstanz, Böblingen, Rastatt, Gaggenau, Esslingen, Göppingen, Geislingen und Schwäbisch Gmünd. Die Gewerkschaft erwartete, dass etwa 10.000 Beschäftigte am Mittwoch ihre Arbeit niederlegen.

Mit den Arbeitsniederlegungen will ver.di in der laufenden Tarifrunde der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Gehalt für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen Nachdruck verleihen. Als soziale Komponente soll die Erhöhung mindestens 200 Euro monatlich betragen. Das hatten die Arbeitgeber ohne Gegenangebot abgelehnt.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 12. und 13. März angesetzt.

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