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Warnstreiks ab Dienstag

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02.03.2012

Baden-Württemberg Warnstreiks ab Dienstag

Ver.di ruft Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes im Südwesten zu Arbeitsniederlegungen auf.

Stuttgart – Wegen Warnstreiks im öffentlichen Dienst müssen sich die Baden-Württemberger ab kommendem Dienstag (6. März) auf erhebliche Beeinträchtigungen einstellen. Aufgerufen zu Arbeitsniederlegungen seien alle Bereiche des öffentlichen Dienstes, kündigte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Freitag an. Betroffen sind Klinken, Kindergärten, Verwaltung und die Müllabfuhr.

Geplant ist, die Warnstreiks am Mittwoch (7. März) noch auszuweiten. In einigen Städten sollen auch Busse und Straßenbahnen in den Depots bleiben. Im Bereich des Bundes streikten laut Gewerkschaft beispielsweise Arbeitsagenturen und Beschäftigte der Bundeswehr sowie Beschäftigte im Bereich der Wasserschifffahrt.

Ver.di-Landesbezirksleiterin Leni Breymaier machte die Arbeitgeber für die Eskalation des Tarifkonflikts verantwortlich, weil sie bei den Verhandlungen in Potsdam am Donnerstag kein Angebot vorgelegt hätten. Für die Verursacher der Wirtschaftskrise gebe es „Milliarden im Wochentakt“, bemängelte sie. Für die, „die den Karren wieder aus dem Dreck ziehen müssen“, habe es nicht einmal ein Angebot. Breymaier: „Wir werden nächste Woche ein erstes klares Zeichen setzen, wer in diesem Land wirklich dafür sorgt, dass der Laden läuft.“

Die Gewerkschaften ver.di und dbb Tarifunion fordern 6,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr Gehalt für die bundesweit rund zwei Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen. Außerdem fordert ver.di die unbefristete Übernahme der Auszubildenden sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro.

Am Dienstag sind etwa in Lörrach und Offenburg mehrstündige Warnstreiks mit Kundgebungen geplant. In Radolfzell lassen die Beschäftigten der Stadtverwaltung, des Krankenhauses, der Stadtwerke und des Versorgungsamts die Arbeit ruhen.

Stuttgart ist einer der Schwerpunkte der Warnstreiks am Mittwoch. Betroffen sind der Nahverkehr, die Müllabfuhr, kommunale Krankenhäuser sowie die Stadtverwaltung. Eine Demonstration soll vom DGB-Haus zum Marktplatz führen. Am gleichen Tag wollen auch Mitarbeiterinnen der insolventen Drogeriekette Schlecker in der baden-württembergischen Landeshauptstadt demonstrieren.

Weitere Warnstreiks sind unter anderem geplant in Karlsruhe, Ludwigsburg, Esslingen, Rastatt und Pforzheim. Ver.di hat Aktionen im ganzen Bundesgebiet angekündigt. In Rheinland-Pfalz gibt es die ersten Warnstreiks am Montag. In Bayern sind am Donnerstag 10.000 Beschäftigte zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

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