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Warnstreik soll Zeichen setzen

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06.03.2012

Frank Bsirske Warnstreik soll Zeichen setzen

Gabriel für deutliche Anhebung der Tarife.

Hamburg – Am zweiten Tag der Warnstreiks im öffentlichen Dienst hat ver.di-Chef Frank Bsirske die Forderung der Gewerkschaft nach einem Einkommensplus von 6,5 Prozent verteidigt. Der öffentliche Dienst habe in den vergangenen Jahren nicht mit der Lohnentwicklung in der Privatwirtschaft Schritt gehalten. „Das ist fatal für die Beschäftigten, und das ist auch fatal für die Attraktivität des öffentlichen Dienstes – so geht es nicht weiter“, sagte Bsirske am Dienstag dem Sender NDR Info.

Die Warnstreiks verteidigte der Gewerkschaftschef. Wenn die Arbeitgeberseite zum Auftakt der Tarifgespräche eine Rücknahme der Gewerkschaftsforderung verlange und kein eigenes Angebot vorlege, müsse man ein Zeichen setzen. Das diene der Beschleunigung der Verhandlungen, „weil die Arbeitgeber wissen müssen, wie die Stimmung in den Betrieben ist. Offensichtlich brauchen sie das, um in konstruktive Verhandlungen einsteigen zu können“.

Zum Plan der Gewerkschaft, am kommenden Donnerstag auch den Nahverkehr in Hannover zu bestreiken und damit die An- und Abreise der Cebit-Besucher zu behindern, sagte Bsirske, dies sei ein „Zeichen für die Stimmungslage in den Betrieben“. „Das ist vor Ort diskutiert worden mit den Kollegen und Kolleginnen im Betrieb. Sie setzen ein Zeichen der Ernsthaftigkeit.“

Am Dienstag hat ver.di zu Warnstreiks in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Hamburg aufgerufen. Den Anfang der Streikwoche hatten am Montag Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland gemacht. Insgesamt waren laut ver.di mehr als 10.000 Beschäftigte an den Aktionen beteiligt.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat sich angesichts der Warnstreiks für eine deutliche Anhebung der Tarife ausgesprochen. In den letzten Jahren sei massiv gespart worden, insbesondere beim Personal, sagte Gabriel im Bayerischen Rundfunk. Der öffentliche Dienst habe bei der Entwicklung der Reallöhne in den vergangenen zehn Jahren an drittletzter Stelle gestanden.

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