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Johanna Wanka

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27.04.2014

Reformen Wanka für „Schulfrieden“

„Man muss die Schulen auch mal in Ruhe lassen.“

Berlin – Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat eindringlich an die Bundesländer appelliert, länger an ihren Schulsystemen festzuhalten: „Ich bin für Schulfrieden. Man muss die Schulen auch mal in Ruhe lassen“, sagte die CDU-Politikerin der „Welt am Sonntag“. Schulreformen sollten über Parteigrenzen hinweg vereinbart werden, damit sie länger Bestand hätten als eine Wahlperiode.

Mehrere Bundesländer kehren derzeit zum neunjährigen Gymnasium zurück, nachdem sie erst vor wenigen Jahren die Gymnasialzeit um ein Jahr verkürzt hatten. Wanka warnte eindringlich davor, „über die Frage des acht- oder neunjährigen Gymnasiums einen ideologischen Kampf zu führen“. Es dürften keine Hürden aufgebaut werden. Der Wechsel von einem Bundesland zum anderen müsse problemlos möglich sein.

In der Bildung seien „jene Länder am erfolgreichsten, die über einen langen Zeitraum hinweg Kontinuität haben“, sagte die Ministerin. „Man kann unterschiedliche Wege gehen, aber ständig zu wechseln, bringt Unsicherheit.“

Wanka ermahnte die Länder zudem, sich nicht dem Druck der Eltern zu beugen, die eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium fordern. „In der Politik ist wichtig, dass man Stimmungen nicht ignoriert. Aber man muss auch in der Lage sein, unpopuläre Entscheidungen zu treffen, wenn sie richtig sind“, sagte sie. „Dafür muss man auch mal Gegenwind und Ärger aushalten. Politik nach Umfragen zu machen, halte ich für verkehrt.“

Als Vorbild nannte sie „Länder wie Nordrhein-Westfalen, die beim achtjährigen Gymnasium bleiben wollen“. Durchhaltevermögen sei gefragt. Wanka ließ eine persönliche Präferenz für das achtjährige Gymnasium erkennen: „Ich bin Sächsin. Und in Sachsen funktioniert das G8 klasse.“

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