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11.06.2017

Wall-Street-Reformen Weber erwartet keine breite Deregulierungswelle in den USA

„Europa wird nicht wie mit einem Autopiloten die Regulierung weiter anziehen.“

Berlin – Trotz der geplanten Wall-Street-Reformen glaubt der ehemalige Bundesbankpräsident Axel Weber nicht an eine laxere Kontrolle der US-Häuser. „Es wird keine breite Deregulierungswelle für Banken in den USA geben“, sagte er der „Welt am Sonntag“.

Sorgen, dass die Regulierungskluft zwischen Europa und den USA wachsen könnte, räumte er ebenfalls aus: „Europa wird nicht wie mit einem Autopiloten die Regulierung weiter anziehen“, so Weber. Zehn Jahre nach der Krise würde man sich eher fragen, ob manche Regeln auch unbeabsichtigte Folgen hätten, die keinen zusätzlichen Beitrag zur Stabilität des Systems leisteten, sondern die Flexibilität der Wirtschaft unangebracht einschränkten.

Der ehemalige Bundesbankpräsident warnte zudem vor übertriebenen Hoffnungen auf steigende Zinsen. „Die Zinsen werden sich global nicht so dramatisch ändern, wie viele derzeit glauben“, sagte Weber der „Welt am Sonntag“. Auch wenn die US-Notenbank Fed die geldpolitischen Zügel straffe: „Mehr als drei Prozent am kurzen Ende halte ich für unwahrscheinlich. Das ist noch lange kein Umfeld, wo festverzinsliche Geschäfte im klassischen Sinne wieder richtig attraktiv werden“, meinte Weber.

Dass Anleger sich strategisch neu orientieren, weg von Aktien hin zu festverzinslichen Geschäften sei unwahrscheinlich.

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