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05.03.2010

Rupert Murdoch Rupert Murdoch: Wall Street Journal greift New York Times an

New York – Das Wall Street Journal (WSJ) startet ab April eine eigene New-York-Ausgabe. Das bestätigte News-Corp-Chef Rupert Murdoch am Dienstag erstmals öffentlich und sagte der New York Times damit indirekt den Kampf an. Neben dem Erzrivalen New York Times tritt das WSJ damit aber auch in Konkurrenz zu anderen Medien, die in der Region etabliert sind, so auch der hauseigenen New York Post.

„Sie haben wahrscheinlich schon ein bisschen über den neuen New-York-Teil gelesen. Wir werden den Teil ganz neu hinzufügen und haben dafür auch eigene Reporter und Redakteure“, so Murdoch bei der Präsentation des Projekts in New York. Die Ausgabe werde diverse Themen wie Politik – lokal und international – und Wirtschaft, Kultur, Sport und Immobilien umfassen. Insgesamt sollen rund 35 Journalisten daran arbeiten, heißt es aus informierten Kreisen.

Leserschaft erweitert

Vor rund zwei Jahren hatte Murdochs News Corp Dow Jones & Co, den Mutterkonzern des WSJ, aufgekauft und damit begonnen, die Leserschaft sowie das Werbeumfeld der Zeitung zu verbreitern. Seither versucht das Wall Street Journal immer stärker, mit nationalen General-Interest-Titeln zu konkurrieren. Die New-York-Version ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Nach derzeitigem Plan soll die neue Ausgabe sechs mal pro Woche erscheinen. Der genaue Umfang des New-York-Teils ist noch nicht bekannt, soll laut Insidern aber zwischen acht und 16 Seiten täglich enthalten.

Seitenhieb auf New York Times

„Eine bestimmte andere New Yorker Tageszeitung hat im Grunde damit aufgehört, die Stadt in der Weise aufzugreifen, wie das einst der Fall war“, so Murdoch in einem offensichtlichen Seitenhieb auf die New York Times, die den Angriff bislang nicht kommentieren wollte. Einen Konkurrenzkampf darf man sich darüber hinaus auch auf einer anderen Plattform erwarten. Wie Murdoch in Aussicht stellte, will das Wall Street Journal künftig ebenfalls via iPad erscheinen. Die New York Times hatte ihr Interesse am Apple-Tablet als neuem Verbreitungskanal schon vor einiger Zeit kund getan und zuletzt eine interne Diskussion über mögliche Content-Preise in Gang gesetzt.

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