Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt newsburger.de

24.02.2010

Waffenstillstandsabkommen im Darfur-Konflikt

Doha – Die zwei größten sudanesischen Parteien haben ein Waffenstillstandsabkommen für den Konflikt in Darfur beschlossen. Die vorläufigen Dokumenten, welche die Bedingungen des Abkommens enthalten, wurden gestern durch die „Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit“ (JEM) und Vertreter der sudanesischen Regierung in Katar unterzeichnet. Damit hat die Regierung erstmals angedeutet, Zugeständnisse in Bezug auf eine Teilung der Machtverhältnisse zugunsten des Friedens zu machen. Die Rebellengruppe JEM könnte die Unterzeichnung nach Ansicht von Beobachtern nutzen, um ihre politische Einflussnahme in der sudanesischen Regierung zu festigen. Der Konflikt in Darfur zwischen verschiedenen Volksgruppen und der Regierung in der Hauptstadt Khartum dauert bereits seit sieben Jahren an. Während bisherige Übereinkommen zur Waffenruhe nur von kurzer Dauer waren, könnte das jüngste Abkommen aufgrund der bevorstehenden Wahlen im Sudan und dem wachsenden internationalen Druck erfolgreich sein, so Experten. Nach Angaben der UN gab es durch die Auseinandersetzungen neben 300.000 Toten rund 2,7 Millionen Flüchtlinge. Der Sudan selbst bezifferte die Zahl der Todesopfer mit 10.000 Menschen.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/waffenstillstandsabkommen-im-darfur-konflikt-7496.html

Weitere Nachrichten

Mahmur Flüchtlingsanlage

© homeros / 123RF Lizenzfreie Bilder

Wetterbedingte Notlage Asselborn fordert schnellere Umverteilung von Flüchtlingen

Angesichts der wetterbedingten Notlage vieler Flüchtlinge hat Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn eine schnellere Umverteilung der Migranten aus ...

Winfried Kretschmann 2012 Grüne

© Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen / CC BY-SA 2.0

Kretschmann Überwachung von Gefährdern intensivieren

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat nach dem Terroranschlag von Berlin gefordert, die Überwachung von Gefährdern zu intensivieren ...

Lebensmittel

© Public Domain

Niedersachsen Landtagspräsident gegen mehr verkaufsoffene Sonntage

Niedersachsens Landtagspräsident Bernd Busemann hat sich in der Debatte um verkaufsoffene Sonntage gegen eine Ausweitung ausgesprochen: "Aus meiner Sicht ...

Weitere Schlagzeilen