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Neue Gewalt vor Wahlen befürchtet

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03.03.2013

Kenia Neue Gewalt vor Wahlen befürchtet

Odinga und Kenyatta in Umfragen Kopf an Kopf.

Nairobi – In Kenia geht vor der Präsidentschaftswahl am (morgigen) Montag die Furcht vor einer neuen Welle der Gewalt um. Die aussichtsreichsten Kandidaten auf den Posten des Staatschefs, Ministerpräsident Raila Odinga und sein Stellvertreter Uhuru Kenyatta, lieferten sich in Umfragen bis zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nachdem Odinga bei den letzten Wahlen 2007 knapp verloren hatte, kam es zu wochenlangen ethnischen Konflikten, bei denen mehr als 1.000 Menschen ums Leben kamen und mehr als eine halbe Million Kenianer aus ihren Häusern vertrieben wurden.

Die beiden Kandidaten bei der Wahl am Montag gehören nicht nur unterschiedlichen Stämmen an, sie vertreten auch zwei der ältesten Politikerdynastien Kenias. Kenyatta von der Volksgruppe der Kikuyu ist Sohn des Staatsgründers Jomo Kenyatta, Odingas Vater war erster Vizepräsident des Landes, bevor er sich mit Kenyatta überwarf und in die Opposition ging. Die Odingas gehören dem Stamm der Luo an.

Zusätzlicher Sprengstoff wurde den Wahlen noch durch die Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag zu den Unruhen nach der letzten Wahl verliehen. Dabei drohen Kenyatta und anderen Spitzenpolitikern des Landes Anklagen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

20.000 kenianische und 2.600 internationale Wahlbeobachter sollen den korrekten Ablauf der Wahl am Montag überwachen, bei der auch ein neues Parlament bestimmt wird. Am Samstag versammelten sich noch einmal Zehntausende Anhänger Odingas und Kenyattas zu Massenkundgebungen in der Hauptstadt Nairobi. Beide Kandidaten zeigten sich in ihren Ansprachen zuversichtlich, dass sie bereits im ersten Wahlgang genügend Stimmen erreichen würden und sich keiner Stichwahl stellen müssten, wie der französische Nachrichtensender France 24 berichtete.

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