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Platz drei für Dirk von Zitzewitz

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15.01.2012

Rallye Dakar Platz drei für Dirk von Zitzewitz

Platz drei bei der 33. Rallye Dakar – Peterhansel fährt zum 10. Gesamtsieg.

Düsseldorf/Lima – Als Dirk von Zitzewitz nach 8.374 Kilometern von Argentinien über Chile bis nach Peru das Ziel der Rallye Dakar überquerte, konnte es der 43-Jährige selbst nicht fassen. “Es ist wirklich wahr! Platz drei”, sagte von Zitzewitz, nachdem der Podestplatz beim härtesten Rallye-Marathon der Welt Realität geworden war. Bei der 33. Auflage führte Navigator von Zitzewitz seinen südafrikanischen Piloten Giniel de Villiers auf den dritten Rang, und das in dem eigentlich technisch unterlegenen Toyota.

Der Gesamtsieg ging an einen alten Bekannten. Rekordgewinner Stephane Peterhansel fuhr seinen zehnten Sieg bei der Dakar ein, davon zum vierten Mal mit dem Auto. Zuvor hatte der Franzose sechs Mal mit dem Motorrad triumphiert. Zweiter wurde Peterhansels spanischer Teamkollege Nani Roma (Spanien), wie der Franzose in einem Mini unterwegs. In der Motorradwertung sicherte sich Peterhansels Landsmann Cyril Despres den Gesamtsieg. Despres hatte auf der vorletzten Etappe am Samstag davon profitiert, dass sich sein langjähriger Widersacher Marc Coma verfahren hatte.

Platz drei “ein unrealistischer Wunschtraum”

Nach der nur 29 Kilometer langen letzten Wertungsprüfung am Sonntag nach Lima musste von Zitzewitz erst einmal durchatmen. Dann fiel die Anspannung der vergangenen Wochen von dem 43-Jährigen ab. Überwältigt von Erleichterung und Freude bedankte sich der 43-Jährige bei einem “unfassbar motivierten Team, in dem jeder am gleichen Strang gezogen und sein persönliches Maximum gegeben hat”. Der dritte Platz sei lediglich ein unrealistischer Wunschtraum gewesen. Man habe die Erwartungen bei weitem übertroffen. Am Ende hatte das Duo fast eine Stunde Vorsprung auf Platz vier herausgefahren. Unerreichbar war lediglich Seriensieger Peterhansel.

De Villiers dachte deshalb in der Stunde des persönlichen Triumphes schon an die Zukunft. “Wir wollen eine gewichtige Rolle bei der Rallye Dakar spielen”, sagte der Südafrikaner, dessen Erwartungen in der Gegenwart ebenfalls weit übertroffen wurden. “Ich bin unsagbar stolz auf die Jungs, aber auch auf Dirks und meine eigene Leistung. Ich denke, wir haben ein kleines Stückchen Geschichte geschrieben”, sagte de Villiers nach dem Husarenstück nach 14 Etappen, von denen 13 gefahren wurden. Das sechste Teilstück war wegen Schneefalls ersatzlos gestrichen worden.

Ein Todesopfer bei der 33. Auflage

Die Absage der Etappe mutet allerdings harmlos an im Vergleich zu den leider schon traditionellen Dakar-Unfällen. Die diesjährige Rallye hatte bereits ein erstes Todesopfer gefordert, als die Veranstaltung noch gar nicht richtig begonnen hatte. Am Neujahrstag war der argentinische Motorradfahrer Jorge Martinez seinen Verletzungen erlegen, die er bei einem Unfall auf der ersten Etappe erlitten hatte. Martinez war das insgesamt 61. Todesopfer bei der berühmt-berüchtigten Rallye. Was folgte, waren weitere schwere Unfälle und Kollisionen, zum Teil sogar mit Tieren. Zwei Personen, die mit einem Leichtflugzeug die Rallye beobachten wollten, stürzten ab und kamen dabei ums Leben.

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