Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Ursula von der Leyen

© dts Nachrichtenagentur

22.04.2012

Rentensystem Von der Leyen und Rische werben für Kombirente

Kombirente ermögliche flexibleres Arbeiten in den letzten Jahren des Berufslebens.

Berlin – Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und die Deutsche Rentenversicherung (DRV) versprechen sich von der geplanten Kombirente große Fortschritte bei der Stabilisierung des deutschen Rentensystems. „Zu viele gehen von heute auf morgen ganz raus aus dem Beruf, weil die Möglichkeiten, neben der vorgezogenen Rente hinzuzuverdienen, unattraktiv und unverständlich sind“, sagte von der Leyen in einem Interview des Nachrichtenmagazins „Focus“. „Wir lüften da jetzt durch und werfen bürokratischen Ballast ab.“

Die neue Kombirente ermögliche flexibleres Arbeiten in den letzten Jahren des Berufslebens. Dadurch werde es zum einen „leichter und lohnender, länger im Erwerbsleben zu bleiben und sich ein zweites Standbein aufzubauen“, sagte die CDU-Politikerin. „Zum anderen geben wir den Tarifpartnern Gelegenheit für Abmachungen, die Arbeitnehmern ganzer Branchen ein flexibleres Arbeiten bis 67 ermöglichen.“ Menschen, die in den letzten Jahren vor der Rente nicht mehr Vollzeit arbeiten könnten oder wollten, hätten damit „bessere Möglichkeiten, ohne Abstriche bei der Rente gleitend aus dem Job auszusteigen“. Die Kombirente verbessert die Hinzuverdienstmöglichkeiten für Arbeitnehmer, die mit 63 Jahren vorgezogen in Rente gehen.

DRV-Präsident Herbert Rische sagte „Focus“, für die Finanzen der Rentenversicherung sei das kein Problem. „Wenn mit der Kombirente mehr Menschen länger im Beruf bleiben, wird die Rentenversicherung dauerhaft sogar entlastet.“ Sobald jemand vorzeitig in Rente gehe, „gleichen wir die zusätzlichen Belastungen für die Solidargemeinschaft durch dauerhafte Abschläge aus“, so Rische. „Ein flexibler Rentenzugang und die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 können sich deshalb sinnvoll ergänzen.“

Das könne sich für jeden angehenden Rentner rechnen: Wer ein Jahr länger arbeite als nach dem gesetzlichen Renteneintrittsalter erforderlich, erwerbe nicht nur zusätzliche Ansprüche. Er bekomme auch einen dauerhaften Zuschlag von sechs Prozent auf seine Rente. Künftige Kombirentner könnten damit Zu- und Abschläge geschickt ausgleichen.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/von-der-leyen-und-drv-prasident-rische-werben-fur-kombirente-51718.html

Weitere Nachrichten

Frank-Walter Steinmeier

© Arne List / CC BY-SA 3.0

Ischinger Steinmeier im Bellevue ist eine klare Win-Win-Situation

Frank-Walter Steinmeier im Präsidentenamt ist nach Ansicht des Chefs der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, "eine klare Win-Win-Situation". ...

Donald Trump 2015

© Gage Skidmore / CC BY-SA 3.0

Ischinger Trump macht mir Angst

Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, blickt mit großer Sorge nach Amerika. "Trump macht mir Angst", sagte der Diplomat dem ...

Sicherheitskonferenz am 01.02.2014 in München. Foto: Tobias Kleinschmidt

© Kleinschmidt / MSC / CC BY 3.0 de

Schulz „Steinmeier wird als Präsident Brücken bauen“

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat die bevorstehende Wahl von Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten als "Glücksfall" bezeichnet. "Frank-Walter ...

Weitere Schlagzeilen