Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt newsburger.de

26.10.2009

Völkermord-Prozess gegen Karadzic kurz nach Beginn vertagt

Den Haag – Der Prozess gegen den ehemaligen bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic vor dem UN-Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag ist heute kurz nach Beginn vertagt worden. Der Angeklagte, der sich selbst verteidigt, boykottierte den Prozessauftakt und forderte mehr Zeit für die Vorbereitung seiner Verteidigung. In einem Brief sagte Karadzic, ihm hätten mindestens zwei Jahre Vorbereitung zugestanden. Bislang ist noch unklar, wie das Gericht verfahren will, wenn Karadzic den Prozess weiter boykottieren sollte. Der 64-Jährige wird in insgesamt elf Punkten angeklagt, darunter Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er soll hauptverantwortlich für die Massaker an mehr als 8000 muslimischen Männern und Jungen in der damaligen UN-Schutzzone Srebrenica im Sommer 1995 sein. Zudem wird Karadzic vorgeworfen, dass er als Präsident der Serbenrepublik Republika Srpska in Bosnien-Herzegowina eine „ethnische Säuberung“ umsetzen wollte. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Karadzic war im letzen Jahr gefasst worden, nachdem er sich 13 Jahre versteckt gehalten hatte.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/voelkermord-prozess-gegen-karadzic-kurz-nach-beginn-vertagt-2922.html

Weitere Nachrichten

Frankfurt IG Metall

© Epizentrum / CC BY 3.0

IG Metall NRW Arbeitsplätze bei Opel in Bochum nicht gefährdet

Die IG Metall in NRW bereitet sich auf den Verkauf von Opel an den französischen Automobilkonzern PSA vor. "Wir müssen intern bewerten, ob der Deal mit PSA ...

Flüchtlinge

© ververidis / 123RF Lizenzfreie Bilder

Bericht NRW beteiligt sich nicht an Afghanistan-Abschiebung

NRW wird sich an der dritten Sammelabschiebung nach Afghanistan nicht beteiligen. Das erfuhr die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" ...

Fazle-Omar Moschee Hamburg

© Daudata / gemeinfrei

Spitzel-Affäre um Ditib Generalbundesanwalt ermittelt gegen 16 Tatverdächtige

Die Bundesanwaltschaft ermittelt derzeit gegen 16 Tatverdächtige in der Spitzel-Affäre um Deutschlands größten Islamverband Ditib. Das sagte der ...

Weitere Schlagzeilen