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Virginia Beach entgeht nur knapp einer Katastrophe

© AP, dapd

07.04.2012

Absturz eines Kampfjets Virginia Beach entgeht nur knapp einer Katastrophe

Sieben Verletzte, vermutlich keine Toten – Feuerwehrchef spricht von Glück im Unglück.

Virginia Beach – Beim Absturz eines Kampfjets in ein Wohngebiet ist die amerikanische Stadt Virginia Beach nur haarscharf an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Obwohl die von einem Flugschüler gesteuerte F/A-18D kurz nach dem Start am Freitagmittag in einen Wohnkomplex stürzte, in Flammen aufging und 40 Wohnungen zerstörte oder beschädigte, wurden bis zum späten Abend nur sieben Verletzte geborgen, darunter die beiden Piloten.

Feuerwehrchef Tim Riley sagte allerdings, drei Bewohner würden noch vermisst. „Wir wissen nicht, ob wir funktionierende Mobilnummern haben“, sagte Riley. Es sei unklar, ob sie vielleicht über Ostern weggefahren sind. 95 Prozent des Komplexes seien durchsucht. „Wir betrachten uns als sehr glücklich“, sagte er zu dem Stand von sieben Verletzten, von denen sechs nach kurzer Behandlung aus einem Krankenhaus entlassen wurden. Die Suche wurde in der Nacht fortgesetzt.

Der Kampfjet ließ vor dem Absturz Kerosin ab, wie Marinesprecher Mark Weisgerber mitteilte. Dies wurde auch von Augenzeugen beobachtet. Weisgerber sagte, es stehe noch nicht fest, ob das Ablassen des Kerosins von der Besatzung – einem Flugschüler und seinem Ausbilder – durchgeführt wurde, um eine schlimmere Katastrophe zu verhindern. Der Kerosinverlust könne auch auf einen technischen Defekt am Flugzeug zurückzuführen sein. Das sei Gegenstand der Ermittlungen.

Kerosin ging auf Gebäude und Autos an der Absturzstelle nieder, teilte der Leiter des Rettungsdienstes, Bruce Nedelka, mit. Mit vollen Tanks hätte das Unglück viel schlimmer enden können, sagte Nedelka. Dass das Flugzeug nicht so viel Sprit an Bord gehabt habe, habe verhindert, „was ein absolut gewaltiger Feuerball und Brand“ hätte werden können, sagte er. Nach dem Aufschlag in dem dicht besiedelten Wohngebiet brach ein Feuer aus, das bis zum Nachmittag gelöscht wurde.

Die Absturzstelle lag in dem Gebiet Hampton Roads, in dem es viele Militäreinrichtungen gibt. Dazu zählt auch der weltweit größte Marinestützpunkt Norfolk. Der Marineluftwaffenstützpunkt Oceana, zu dem die abgestürzte F/A-18D gehörte, befindet sich weniger als 16 Kilometer von der Absturzstelle entfernt in Virginia Beach. Weisgerber sagte, in Oceana beginne die Ausbildung der F18-Piloten der Marine. Die meisten Starts dort seien Ausbildungsflüge. Wie erfahren der Schüler sei, könne er nicht sagen, bei seinem Ausbilder handele es sich um einen sehr erfahrenen Mann.

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