Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

DGB Logo

© Gaspard / gemeinfrei

30.03.2016

Bericht Viele Mini-Jobber werden arbeitsrechtlich diskriminiert

DGB fordert mehr Kontrollen.

Berlin/Saarbrücken – Jeder dritte Mini-Jobber in Deutschland bekommt nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe) rechtswidrig keinen bezahlten Urlaub gewährt. Und fast jedem zweiten geringfügig Beschäftigten werde der Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall vorenthalten, schreibt das Blatt unter Berufung auf eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

34,9 Prozent der rund sieben Millionen Mini-Jobber wird demnach der bezahlte Urlaub verweigert. 46 Prozent gehen bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall leer aus.

„Minijobber werden als Beschäftigte zweiter Klasse behandelt“, erklärte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach mit Blick auf die Ergebnisse der Studie. Oftmals handele es sich um „systematische Rechtsbrüche mit dem Ziel, die ohnehin schon niedrigen Löhne in Minijobs weiter zu drücken“. Um die Rechtsverstöße zu stoppen, müssten die Kontrollen verstärkt werden, verlangte Buntenbach.

Nach dem Bundesurlaubsgesetz steht auch Mini-Jobbern grundsätzlich ein Mindesturlaub von 24 Werktagen im Jahr zu. Auch bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall spielt die Beschäftigungsform grundsätzlich keine Rolle. Mini-Jobber haben demnach ebenfalls Anspruch auf maximal sechs Wochen bezahlte Arbeitsunfähigkeit durch den Arbeitgeber.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/viele-mini-jobber-werden-arbeitsrechtlich-diskriminiert-93382.html

Weitere Nachrichten

Heizkraftwerk

© über dts Nachrichtenagentur

Emissionsrechtehandel-Reform Stahlindustrie fürchtet „Kahlschlag“

Die geplante Reform des Emissionsrechtehandels in der EU hat für Entsetzen in Europas Stahlindustrie gesorgt. Standorte und Jobs seien in Gefahr, warnen ...

Bahn-Zentrale

© über dts Nachrichtenagentur

Pofalla Deutsche Bahn will künftig vor allem in China wachsen

Die Deutsche Bahn (DB) setzt nach Informationen der "Welt" für ihr künftiges Wachstum auf China. Dort will der DB-Konzern in größerem Umfang in das ...

MeinFernbus / Flixbus

© über dts Nachrichtenagentur

Schwämmlein Flixbus will 2017 rund 40 Millionen Fahrgäste transportieren

Der Fernbus-Marktführer Flixbus will im laufenden Jahr rund 40 Millionen Fahrgäste transportieren und spätestens im kommenden Jahr europaweit profitabel ...

Weitere Schlagzeilen