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Viel Arbeit für Schlichtungsstelle

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19.04.2012

Rechtsanwaltschaft Viel Arbeit für Schlichtungsstelle

Bisher über 1.000 Anträge wegen Streitigkeiten eingegangen.

Berlin – Die seit Anfang 2011 tätige Schlichterin bei der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK), Renate Jaeger, hat viel Arbeit: Im vergangenen Jahr sind rund 800 Anträge wegen Streitigkeiten zwischen Anwälten und Mandanten eingegangen. Seit 2009 waren es 1.025, wie aus dem am Donnerstagabend in Berlin vorgelegten ersten Tätigkeitsbericht Jaegers hervorgeht. Damit haben Bürger, die sich von ihrem Rechtsvertreter schlecht beraten fühlen, erstmals eine bundesweit einheitliche Anlaufstelle, die ihre Beschwerde kostenfrei prüft.

Verallgemeinernd könne man sagen, dass es um Kommunikationsdefizite gehe, sagte Jaeger, als einzige Schlichterin bei der Bundesrechtsanwaltskammer tätig ist. Die Anträge reichten im Zivilrecht vom Arbeits- über das Arzthaftungs- bis zum Wettbewerbsrecht, zugleich ging es vom Ausländerrecht über das öffentliche Baurecht bis zum Sozialrecht. Dabei werden den Angaben zufolge vermögensrechtliche Streitigkeiten bis zur Höhe von 15.000 Euro zwischen Mandant und Rechtsanwalt geklärt. Neutralität und Unabhängigkeit der Schlichtungsstelle seien gesetzlich garantiert.

Einen Schlichtungsantrag kann jeder Mandant an die Schlichtungsstelle senden, sofern er meint, dass ihm ein Beratungsfehler seines Anwalts geschadet hat oder dass dessen Honorar überhöht ist. Wichtigste Voraussetzung sei jedoch, dass er seinen Rechtsanwalt zuvor über seine Beanstandungen informiert habe, und dieser nicht bereit gewesen sei, Abhilfe zu schaffen, hieß es.

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